Israel

Söder zeigt Verständnis für Kampf gegen Hamas

Markus Söder (CSU), bayerischer Ministerpräsident, spricht im zerstörten Kibbuz Nir Oz mit einem Angehörigen. Foto: picture alliance/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich nach dem Besuch eines zerstörten Kibbuz nahe des Gazastreifens demonstrativ hinter den Kampf gegen die islamistische Hamas gestellt.

»Das, was hier passiert, hinterlässt lange Spuren für den Einzelnen, aber ich glaube auch kollektiv für ein Volk«, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach seinem vom israelischen Militär geführten Rundgang durch die Siedlung Nir Oz im Süden Israels. »Es ist jetzt wichtig, auch zu zeigen, dass man an der Seite Israels steht, dass man an der Seite jüdischen Lebens steht, dass man Verständnis hat.«

Söder zeigte sich tief bestürzt und bewegt und nannte den Besuch »extrem bedrückend«. Deswegen habe er großes Verständnis dafür, dass Israel sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehme und diesen Terrorismus ahnde.

Wichtige Solidarität

Wenn es manche Diskussionen gebe, ob wirklich alles so schlimm sei, wenn manche Politiker aus anderen Ländern sagten, das sei kein Terrorismus: »Hier ist der Beleg dafür, was brutaler Terrorismus stattfinden lässt und was er ausmacht«, sagte Söder. »Und deswegen ist diese Solidarität so unglaublich wichtig.«

International war in den vergangenen Tagen Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen laut geworden. Die Vereinten Nationen forderten einen Waffenstillstand. Hintergrund ist die laut Beobachtern katastrophale humanitäre und medizinische Versorgung der Menschen im Gazastreifen.

Das tatsächliche Problem: Die Hamas, die den Krieg am 7. Oktober mit ihren Attacken begann, will keinen Waffenstillstand. Die letzte Vereinbarung dieser Art brachen die Terroristen. dpa/ja

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Kairo

Jared Kushner führt Gespräche über Gaza in Ägypten

Der Schwiegersohn von US-Präsident Trump will in Ägypten Fortschritte im seit langem festgefahrenen Friedensplan für den Gazastreifen erzielen

 16.08.2026

Sanaa

Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden

Mit Drohnen und Raketen attackieren Regierungskräfte Militärstützpunkte und Waffendepots der Huthi-Terrormiliz. Wie weit eskaliert die Lage noch?

 16.08.2026

Teheran

Iran richtet Mann wegen angeblicher Israel-Spionage hin

Die iranische Justiz hat ein weiteres Todesurteil vollstreckt. Menschenrechtler werfen den Behörden vor, die Todesstrafe zur Unterdrückung von Kritik einzusetzen

 16.08.2026

Berlin

Prien: Differenzierte Haltung zu Israel kann ein Wagnis sein

Der Terroranschlag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat Gräben in der Gesellschaft verdeutlicht - und teils auch vertieft. Wer dagegen differenziert argumentiere, habe es oft nicht leicht, sagt Ministerin Prien

 16.08.2026

Magdeburg

Will AfD-Spitzenkandidat Siegmund den Verfassungsschutz abschaffen?

AfD-Spitzenkandidat Siegmund will nach der Landtagswahl die Zukunft des Verfassungsschutzes in Sachsen-Anhalt prüfen lassen. Diese Optionen fasst er ins Auge

 16.08.2026

Washington/Teheran

Frist verstreicht: Iran-Krieg vor ungewisser Zukunft

Während US-Präsident Trump mit einer Übernahme der Straße von Hormus kokettiert, gehen die Angriffe auf zivile Schiffe weiter. Dabei sollte in diesen Tagen ein finales Abkommen stehen

 16.08.2026

Essay

Politische und moralische Bankrotterklärung

Die Literaturkritikerin Maha El Hissy hat kein Problem damit, die populärste antisemitische Ritualmordlegende unserer Gegenwart zu verbreiten. Trotzdem wurde sie in die Jury des renommierten Deutschen Buchpreises berufen

von Daniel Neumann  15.08.2026

Dresden/Königstein

Mutmaßliche Kämpfer des Islamischen Staates festgenommen

Zwei Männer sollen als Kämpfer für den IS aktiv gewesen sein und dafür Geld erhalten haben. Nun sitzen die beiden Iraker in Sachsen in Untersuchungshaft

 14.08.2026