Israel

»Siegel des Vertrauens«

Zu Besuch in Israel Foto: dpa

Es war ein symbolträchtiger Besuch. Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel mit fast ihrem gesamten Kabinett zu den fünften Regierungskonsultationen angereist war, wurde ihr in Israel hoch angerechnet. Die vielen Minister beider Regierungen machten sich gut auf dem Gruppenbild. In der Mitte lächelten Merkel und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu um die Wette.

Netanjahu sprach von einer außergewöhnlichen Verbindung, »die aus Tragödie und Hoffnung entstanden ist«, sowie von einer großartigen Freundschaft und Kooperation. Ziel dieser jährlichen Treffen sei es, die enge Verbindung beider Länder noch zu intensivieren. »Der Besuch mit beinahe dem kompletten Kabinett ist eine Demonstration der Stärke und Wärme unserer Verbindung«, betonte er.

Streitthema Merkel bemühte sich redlich, die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern voranzutreiben, und hatte nur Lob für die Initiative des US-Außenministers John Kerry. Deutschland unterstütze die Bemühungen um eine Zweistaatenlösung.

Auf die Frage, ob die Siedlungspolitik nicht ständiges Streitthema sei, das die Beziehungen zwischen Berlin und Jerusalem sehr belaste, antwortete Merkel: »Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind.« Man sei besorgt über die Siedlungen, hieß es später auf der Pressekonferenz. »Wir stimmen in dieser Angelegenheit nicht immer überein, und ich hoffe, dass wir diese Schwierigkeiten überwinden können und sie keine Hürde für eine Zweistaatenlösung darstellen.«

Lesen Sie mehr in unserer Printausgabe, die am Donnerstag erscheint
.

Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Die Terrororganisation soll ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als Folterzentrale nutzen, um ihre Macht über die Bevölkerung auszubauen

 20.08.2026

Berlin

Diskriminierung wegen falscher Hummus-Aussprache?

Im Ortsteil Prenzlauer Berg soll ein arabisches Restaurant einen israelischen Gast wegen der vermeintlich falschen Aussprache des Kichererbsengerichts nicht bedient haben. Das Lokal widerspricht dem Vorwurf

 20.08.2026

USA

Amerikas nächster Präsident?

Rahm Emanuel gilt als Hoffnungsträger der Demokraten und steht für einen Kurs der Mitte – sowohl in innenpolitischen Fragen als auch im Verhältnis zu Israel. Eine Annäherung

von Joshua Schultheis  20.08.2026

München

Knobloch in Zeiten von Judenhass: »Ich habe mich getäuscht«

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden spricht offen über ihre Enttäuschung: Warum die Reaktion auf das Hamas-Massaker ihr nicht genügt und der Judenhass sie tief erschüttert

 20.08.2026

Florida

Nach antisemitischen Angriffen: »Hebräischer Hammer« gewinnt Vorwahl

Der jüdische Abgeordnete Randy Fine, ein republikanischer Israel-Unterstützer, setzt sich gegen den Antisemiten Dan Bilzerian durch

 20.08.2026

Berlin

Medienbericht: Andreas Franck will nicht Antisemitismusbeauftragter werden

Das Bundesinnenministerium wollte die Absage Francks auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren

 20.08.2026

Mar del Plata

Argentinien entlässt Bundesrichter wegen antisemitischer Äußerungen

Der Justizrat sieht einen schweren Verstoß gegen die für Richter geltenden Anforderungen an Anstand und Unparteilichkeit

 20.08.2026

München

Brandanschlag auf jüdisches Gemeindezentrum: Hinweise auf deutschen Täter verdichten sich

56 Jahre nach dem tödlichen Anschlag in der Reichenbachstraße 27 legen die Ermittler einen neuen Erkenntnisstand vor

 20.08.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung im Osten ab

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei kann bei den Landtagswahlen im Osten mit hohen Stimmanteilen rechnen. Die Möglichkeit, dass sie im Anschluss einen Ministerpräsidenten stellen könnte, stößt überwiegend auf Ablehnung

 20.08.2026