Südafrika

Rüge für Höchstrichter wegen Israel-Solidarität

Scheidender Höchstrichter Südafrikas: Mogoeng Mogoeng Foto: imago/Gallo Images

Südafrikas scheidender Höchstrichter Mogoeng Mogoeng muss sich wegen umstrittener Israel-Kommentare entschuldigen. Er habe gegen seine Pflicht verstoßen, sich aus »politischen Kontroversen oder Aktivitäten« herauszuhalten, wie eine Richterkommission am Donnerstag urteilte. Die Kommission ordnete eine Entschuldigung innerhalb von zehn Tagen an.

In einem Webinar der Zeitung »Jerusalem Post« hatte der Chefjurist 2020 seine Solidarität zum Staat Israel bekundet; Motivation dafür finde er laut eigener Aussage in der Bibel. Mogoeng hatte während des Webinars wiederholt aus der Bibel zitiert und betont: »Als Christ kann ich gar nicht anders als Israel zu lieben und dafür zu beten.«

Als Präsident des Verfassungsgerichtshofes stand Mogoeng wiederholt in der Kritik, sein juristisches Amt mit seinem Glauben zu vermischen. In einem Gebet etwa hatte er »im Namen Jesu« zur Zerstörung von »teuflischen« Covid-Impfungen aufgerufen. Seine Richterkarriere beendete er im vergangenen Oktober mit einer landesweiten Kirchen-Tour. Ein Nachfolger ist bisher nicht benannt. kna

Diplomatie

Nancy Faeser besucht Israel

Bundesinnenministerin will Gespräche zu den Themen öffentliche Sicherheit, Cybersicherheit und Bekämpfung von Antisemitismus führen

 27.05.2022

Berlin

»Verbote angemessen«

Debatte zum Umgang mit israelfeindlichen Protesten

von Joshua Schultheis  27.05.2022

Einspruch

Wunsch und Wirklichkeit

Remko Leemhuis wundert sich, warum Teherans Drohungen immer noch nicht ernst genommen werden

von Remko Leemhuis  27.05.2022

Abraham Geiger Kolleg

Neuaufstellung in Potsdam?

Rabbiner Walter Homolka tritt seine Geschäftsanteile an die Leo Baeck Foundation ab

von Michael Thaidigsmann  27.05.2022

Pandemie

»Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen vertretbar«

Chefarzt: Aus infektiologischer Sicht spricht nicht viel dagegen

 26.05.2022

Diplomatie

»Solange es Döner Kebab gibt, werde ich kommen«

Israel und die Türkei setzen künftig auf eine engere Zusammenarbeit

 25.05.2022

Debatte

»Programme gegen Islamismus müssen ins Demokratiefördergesetz«

Die Bundesregierung will bis Jahresende einen Entwurf für ein Demokratiefördergesetz vorlegen

 24.05.2022

Köthen

Zahlreiche jüdische Gräber in Sachsen-Anhalt geschändet

Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung aufgenommen

 24.05.2022

Bundesregierung

»Es war eine intensive Begegnung«

Kulturstaatsministerin Claudia Roth traf bei ihrem Besuch in Tel Aviv israelische Künstler

von Sara Lemel  24.05.2022