Olympia-Attentat

Rivlin und Steinmeier weihen Denkmal ein

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Israels Staatspräsident Reuven Rivlin (v.l.) Foto: Flash 90

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin kommt am 5. September nach Deutschland. Anlass ist die Einweihung eines Denkmals für die Opfer des Olympia-Attentats 1972 in München.

Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Hinterbliebenen der Opfer wird er an der Zeremonie teilnehmen.

Terrorismus »Diese stolzen Sportler wurden von feigen Terroristen ermordet, und obwohl 45 Jahre seit diesem dunklen Tag im September vergangen sind, ist ihre Erinnerung in unseren Herzen eingraviert«, sagte Rivlin am Montag. »Diese Gedenkstätte muss ein Zeugnis für die Gefahren des Hasses und die Brutalität des Terrorismus sein, sowie für das Versprechen, dass diejenigen, die Terrorismus ausüben und unterstützen, einen Preis bezahlen werden.«

Am 5. September 1972 nahmen palästinensische Terroristen bei den Olympischen Spielen in München elf israelische Athleten als Geiseln. Zwei Sportler ermordeten sie gleich. Ein späterer Befreiungsversuch der deutschen Behörden auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck scheiterte; dort starben weitere neun Geiseln und ein bayerischer Polizist.

Die neue Gedenkstätte für die Opfer des Olympia-Attentats entstand auf dem sogenannten Lindenhügel im Olympiapark. Einzelheiten über die Einweihungszeremonie will die bayerische Landesregierung nach der Kabinettssitzung am Dienstag mitteilen. ja

Standpunkt

Wenn Recht Unrecht schützt

Das Völkerrecht ist als Konsequenz aus der Schoa entstanden. Es sollte die Würde jedes Menschen schützen. Doch mittlerweile schützt es allzu oft bloß die Diktatoren dieser Welt

von Michael Wolffsohn  25.01.2026

Berlin

Mutmaßlicher Hamas-Waffenschmuggler festgenommen

Bei seiner Ankunft aus Beirut ist ein Mann am Flughafen BER verhaftet worden. Er soll der Hamas angehören und Munition für Anschläge beschafft haben

 24.01.2026

Leipzig

Extremismusverdacht gegen sächsische Beamtin und BSW-Mitarbeiterin

Die Landesdirektion will die Vorwürfe im Fall ihrer hochrangigen Mitarbeiterin prüfen. »Gegebenenfalls werden weitere Schritte eingeleitet«, sagt ein Sprecher

 23.01.2026

Stuttgart

Holocaust-Überlebende kritisiert ARD-Spitze

Eva Umlauf bezeichnet den Umgang mit dem Film »Führer und Verführer« als »Skandal und Schande«. Programmdirektorin Christine Strobl reagiert

 23.01.2026 Aktualisiert

Saarland

Religiöses Bündnis will Gottesbezug in Saar-Verfassung

Beteiligt ist auch die Synagogengemeinde Saar

 23.01.2026

Teheran

Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten

Aktivisten arbeiten weiter daran, die zahlreichen Angaben zu Todesopfern der Proteste zu überprüfen. Derweil dementiert das Regime Statements von US-Präsdident Trump, wonach Irans Justiz Hinrichtungen von Demonstranten stoppte

 23.01.2026

Justiz

Ehemaliger Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin verurteilt

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den Angeklagten wegen eines sexuellen Übergriffs und sexueller Nötigung zu 10 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung

 23.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die ebenso umstrittene wie vielfach kritisierte ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an

von Jana Ballweber  23.01.2026 Aktualisiert

Vetschau/Spreewald

Sellner-Vortrag in Brandenburg trotz Ärger in AfD

Ein Autohaus an der Autobahn mit Medienauflauf: Der österreichische Rechtsextremist hält einen Vortrag über Remigration. Nach Knatsch in der AfD ist die Landtagsabgeordnete Kotré nur Gast statt Gastgeberin

von Marc-Oliver von Riegen  23.01.2026