Preis

Regierung will Initiativen zum jüdischen Leben würdigen

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: imago/epd

Die Bundesregierung will in diesem Jahr einen Preis für Initiativen vergeben, die jüdisches Leben in Deutschland sichtbar machen und Vorurteile abbauen. Wie der Beauftragte für jüdisches Leben, Felix Klein, mitteilte, können sich Einzelpersonen, Vereine oder auch Schulklassen bis zum 31. August für den Ehrenamtspreis bewerben. Er soll in zwei Kategorien – einmal für Projekte von unter 27-Jährigen und einmal ohne Altersbeschränkung – vergeben werden und ist den Angaben zufolge jeweils mit 5.000 Euro dotiert.

ZENTRALRAT Voraussetzung ist, dass es sich bei den Projekten um ehrenamtliches Engagement handelt, das jüdisches Leben stärkt, als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft sichtbar macht oder Wissen über das Judentum vermittelt. Vergeben wird der Preis in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

Er hoffe, dass durch gute Ideen auch andere Menschen dazu motiviert werden, sich mit jüdischem Leben in seiner ganzen Vielfalt auseinanderzusetzen, erklärte Klein. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte, man wolle die ganze Vielfalt zeigen, die das jüdische Leben heute in Deutschland ausmache. »Das ist auch ein wichtiger Beitrag, um Antisemitismus wirksam zu bekämpfen und die Prävention zu stärken«, sagte Faeser. epd

Teheran

Erneut Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Die iranische Führung schlug die Proteste im Januar brutal nieder. Seitdem werden immer wieder Menschen exekutiert. Die Hinrichtungen sind auf einem Rekordniveau

 23.08.2026

Sachsen-Anhalt

Magdeburger CDU-Abgeordneter offen für Gespräche mit Linken

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt drohen komplizierte Mehrheiten: Dabei wird auch immer wieder eine Zusammenarbeit von CDU und Linken gegen die AfD diskutiert

 23.08.2026

Landtagswahlen

Umfrage: Jeder Zweite hält die AfD für rechtsextrem

Brandmauer? Parteiverbot? Über den richtigen Umgang mit der AfD sind sich die Menschen uneins. Das Insa-Institut hat gefragt, was sie über die Partei denken

 23.08.2026

Debatte

Schramm unterstützt Knobloch in AfD-NSDAP-Vergleich

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor einer Normalisierung rechtsextremer Positionen. Der wachsende zeitliche Abstand zur NS-Zeit dürfe nicht dazu führen, dass die Lehren aus der Geschichte verblassen, betont er

 23.08.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragter befürwortet schärferes Strafrecht

Felix Klein fordert unter anderem härtere Strafen für die Unterstützung der Hamas auf Demonstrationen. Und auch an den Schulen müsse sich etwas ändern

 23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026

Erfurt

Deutsch-israelischer Jugendaustausch kommt nicht voran

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse sieht strukturelle und politische Gründe. Auch ein Austauschprogramm stockt

von Matthias Thüsing  21.08.2026