Preis

Regierung will Initiativen zum jüdischen Leben würdigen

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: imago/epd

Die Bundesregierung will in diesem Jahr einen Preis für Initiativen vergeben, die jüdisches Leben in Deutschland sichtbar machen und Vorurteile abbauen. Wie der Beauftragte für jüdisches Leben, Felix Klein, mitteilte, können sich Einzelpersonen, Vereine oder auch Schulklassen bis zum 31. August für den Ehrenamtspreis bewerben. Er soll in zwei Kategorien – einmal für Projekte von unter 27-Jährigen und einmal ohne Altersbeschränkung – vergeben werden und ist den Angaben zufolge jeweils mit 5.000 Euro dotiert.

ZENTRALRAT Voraussetzung ist, dass es sich bei den Projekten um ehrenamtliches Engagement handelt, das jüdisches Leben stärkt, als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft sichtbar macht oder Wissen über das Judentum vermittelt. Vergeben wird der Preis in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

Er hoffe, dass durch gute Ideen auch andere Menschen dazu motiviert werden, sich mit jüdischem Leben in seiner ganzen Vielfalt auseinanderzusetzen, erklärte Klein. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte, man wolle die ganze Vielfalt zeigen, die das jüdische Leben heute in Deutschland ausmache. »Das ist auch ein wichtiger Beitrag, um Antisemitismus wirksam zu bekämpfen und die Prävention zu stärken«, sagte Faeser. epd

Meinung

Magdeburg: Versagen der Demokraten

Nach der Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt: Wie der Vormarsch der Rechtsextremen weitergeht, hängt auch von den demokratischen Parteien ab. Jetzt wären Zusammenhalt, Disziplin und Führung gefragt

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  07.10.2026

Islamismus

Studie: Nach Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg verlagern sich Netzwerke nach Frankfurt

Einer neuen Untersuchung von American Jewish Committee Berlin und democ zufolge bestehen die Strukturen des vom Iran gesponserten schiitischen Islamismus in Deutschland fort

 07.10.2026

Berlin

Fischer, Thierse, Altmaier – Prominente warnen vor Rot-Grün-Rot

Frühere Spitzenpolitiker von SPD, Grünen und CDU wenden sich gegen eine Koalition mit der Linkspartei in der Hauptstadt. Sie sähen gemeinsame Grundüberzeugungen zu Rechtsstaat und Demokratie nicht gesichert, heißt es in einem Appell

 07.10.2026

Berlin

Initiative von Jüdinnen und Juden wendet sich gegen Koalition mit der Linken

Mit einem offenen Brief an Vertreter von SPD und Grünen in Berlin und auf Bundesebene sowie ihre Fraktionsmitglieder warnen die Unterzeichnenden vor einer Regierung mit der Linkspartei in der Hauptstadt

 07.10.2026

Justiz

Fast 12.500 Strafverfahren zum Nahost-Konflikt in Berlin

Seit dem Terrorangriff auf Israel hat der Antisemitismus zugenommen. Keine Woche vergeht in Berlin ohne Demonstrationen zum Gaza-Krieg. Wie aufgeheizt die Stimmung ist, zeigen auch Zahlen der Justiz

 07.10.2026

Antisemitismus

Nach Angriff auf jüdischen Mann in Düsseldorf: Verdächtige ermittelt

Eine Woche nach dem Angriff auf einen deutschen Juden am Rheinufer in Düsseldorf hat die Polizei nun zwei Tatverdächtige ermittelt. Was bislang bekannt ist

 07.10.2026

Ukrainereise

Prien bei Gedenken in Babyn Jar: Erinnerung verpflichtet uns

Bundesfamilienministerin Prien ist in die Ukraine gereist. Am heutigen Dienstag sprach sie beim Gedenken an die ermordeten Juden in Babyn Jar. Sie betonte auch, Deutschland stehe weiter an der Seite der Ukraine

von Birgit Wilke  06.10.2026

Fokus

Aktionswochen gegen Antisemitismus gestartet - Zahlen zu Hochschulen

Die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus nehmen dieses Jahr die Lage an den deutschen Universitäten in den Blick. Die Amadeu-Antonio-Stiftung nennt erhobene Vorfallszahlen - und stellt Forderungen

von Daniel Zander  06.10.2026