EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Rechte Kriminalität

Recherche: Orte des Erinnerns geraten unter Druck

Die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald Foto: picture alliance / Andreas Franke

An deutschen Gedenkstätten ist es seit 2019 zu mehr als 1.000 Fällen von politisch motivierter Kriminalität gekommen, die einen rechtsextremem Hintergrund haben. Das haben am Donnerstag veröffentlichte Recherchen des Deutschlandfunk (DLF) ergeben. Dabei konnte die Polizei weniger als zehn Prozent der Fälle aufklären, teilte der Sender mit. Bei den Gedenkstätten handele es sich nicht nur um NS-Erinnerungsorte.

Die Daten stammen demnach aus einer bisher unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage. Gestellt hatte diese Jan Korte, Bundestagsabgeordneter der Linken. Ausgewertet wurden zudem Soziale Medien sowie Ausgaben der Zeitschrift »Sezession«.

Die relativ meisten Angriffe nach Bundesland fanden laut der Recherche in Thüringen statt. Hier kämen auf eine Million Einwohner 57 derartige registrierte Straftaten. In Thüringen wird am kommenden Sonntag (1. September) ein neuer Landtag gewählt.

Lesen Sie auch

Aufseiten der Gedenkstätten wird die Zunahme der Angriffe demnach auch auf eine revisionistische Umdeutung der Nazi-Zeit durch Rechtsextreme zurückgeführt. »Es sind offene Angriffe auf die Erinnerungskultur und es wird ganz klar gesagt: ‚Wenn wir das Heft des Handels in die Hand bekommen, dann wird sich da was ändern‘ «, sagte der stellvertretende Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald, Philipp Neumann-Thein, dem Deutschlandfunk. »Das ermutigt natürlich Menschen, die das vielleicht schon immer nicht so gut fanden, dass es eine kritische Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus gab.«

Die Ergebnisse der neuen Formats »Kulturrecherche« sind am Donnerstag (29. August) ab 6 Uhr im Deutschlandradioprogramm sowie in einer einstündigen Sendung ab 15.05 Uhr im Deutschlandfunk zu hören.

Berlin

Polizei: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht

Bundesweite Aufrufe zum Protesttag an Halloween: Nach gewaltsamen Demonstrationen in Frankreich stellt sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz ein. Hinweise auf Plünderungspläne gibt es nicht

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Reaktion

Laschet: Chancen auf politische Versöhnung in Israel gestiegen

Der Ausgang der Wahl in Israel ist unklar - die Auszählung dauert an. Doch CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußert sich in einer ersten Einschätzung zuversichtlich

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026