Einspruch!

Rabiate Drohungen

Same procedure as every year. Mit dem Iran ist es wie mit »Dinner for one« an Silvester. Er liefert zuverlässig immer dasselbe – allerdings ist es weniger witzig. Sollte es iranische Strategie sein, die wegen des Atomprogramms nervöse Weltgemeinschaft zu beruhigen, dann geht sie gerade nicht auf.

Der Iran liefert mit Übergriffen auf ausländische Botschaften, Tests von Langstreckenraketen und Präsentationen von Marschflugkörpern eigentlich ununterbrochen negative Nachrichten. Vermutlich ist genau das Teherans Strategie. Im Wust der Ankündigungen, Propagandalügen, Schmeicheleien und Tiraden fällt gar nicht mehr so richtig auf, wie unglaublich jede einzelne der Aktionen ist, die der Iran sich leistet.

Ölpreise Die jüngste Ankündigung, der Welt mit der Blockade der Straße von Hormus eine wirtschaftliche Lebensader abzuklemmen, passt genau ins Profil. Die Drohung ist rabiat genug, dass die ersten Befürworter schärferer US-Sanktionen ins Wanken geraten. Können wir uns wirklich leisten, dass die Ölpreise explodieren oder gar ein Krieg in der Region ausbricht? Zugleich ist die Drohung irrational genug, dass man sie im Westen nicht wirklich ernstnehmen muss – schließlich würde der Iran seine eigenen Brennstoffimporte ins Stocken bringen.

Die Welt hat sich an dieses Regime gewöhnt, so wie man sich an den bellenden Hund von nebenan gewöhnt – so sehr, dass man es ihm sogar durchgehen lässt, dass er ab und zu beißt. Damit dieses Regime noch einen echten Schock auslöst, muss es vermutlich mindestens ein westliches Schiff im Persischen Golf versenken. Alles unterhalb dieser Schwelle kann Teheran sich offenbar leisten.

Neuerdings will das Regime wieder mit dem Westen über sein Atomprogramm sprechen. Und währenddessen bauen die Experten in den bekannten – und vermutlich auch in einigen völlig unbekannten – Anlagen weiter an der Bombe. Same procedure as every year.

Der Autor ist Chef vom Dienst beim Kölner Stadtanzeiger.

»Letzte Verteidigungswelle«

Haftstrafen gegen junge Neonazis

Seit März standen in Hamburg mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« vor Gericht. Weil sie so jung sind, ohne Öffentlichkeit. Nun sind die Urteile gefallen.

 05.08.2026

Jackson Irvine beim WM-Spiel Australien gegen Ägypten, 3. Juli 2026

Nach Antisemitismus-Vorwürfen

Umstrittener FC St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine wechselt nach Japan

Der Australier war wegen anti-israelischer Gesten heftig kritisiert worden und hatte vergangene Saison bei dem Bundesligaabsteiger für eine Krise unter Führung und Fans gesorgt

 05.08.2026

Meinung

Danke, Boy George!

Wie die 80er-Jahre-Ikone gegen alle Widerstände für Israel eintritt, verdient unseren Dank

von Sophie Albers Ben Chamo  05.08.2026

Wahl zum Abgeordnetenhaus

Umfrage: Linke in Berlin auf Platz eins

Am 20. September findet die Wahl zum Landesparlament statt. Würde schon am Sonntag gewählt, bekäme die Linke einer Umfrage zufolge die größte Zustimmung. Doch das Rennen ist knapp

 05.08.2026

Nach CSD-Anschlag

So viele islamistische Gefährder müssen nun in Berlin Fußfesseln tragen

Eine Übersicht

 05.08.2026

Berlin

Viele Fragezeichen zu CSD-Anschlag nach Sondersitzung

Gab es Kommunikationsprobleme zwischen Sicherheitsbehörden und Politik vor dem Anschlag am Rande des CSD? Abgeordnete sehen reichlich offene Fragen rund um die Tat

 05.08.2026

Berlin

Insolvenz: Masorti-Grundschule muss schließen

Die Hintergründe

von Mascha Malburg  05.08.2026

Arlington (Virginia)

USA haben Großteil ihrer Langstreckenraketen im Iran-Krieg verbraucht

Im Verlauf der Operation »Epic Fury« wurden bereits nahezu sämtliche verfügbaren Army Tactical Missile Systems (ATACMS) sowie Precision Strike Missiles (PrSM) eingesetzt

 05.08.2026

Großbritannien

Antisemitische Vorfälle in Großbritannien um 21 Prozent gestiegen

Der Community Security Trust registriert einen Fall von lebensbedrohlicher Gewalt sowie 135 körperliche Angriffe – so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr

 05.08.2026