Hamburg

Prozess gegen ehemaligen SS-Wachmann beginnt

Im KZ Stutthof wurden zwischen Juli 1944 und Mai 1945 rund 27.000 Menschen, vor allem Juden, ermordet. Foto: dpa

In Hamburg beginnt am Donnerstag der Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Bruno D.. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 93-Jährigen Beihilfe zum Mord in mehr als 5230 Fällen vor.

Der Beschuldigte soll zwischen August 1944 und April 1945 im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig die heimtückische und grausame Tötung jüdischer Häftlinge unterstützt haben. Da D. zur Tatzeit 17 Jahre alt war, wird das Verfahren vor einer Jugendstrafkammer des Landgerichts Hamburg als Schwurgericht stattfinden.

Eine Schuld sieht der Angeklagte bei sich nicht.

Die Staatsanwaltschaft hatte im April Anklage erhoben. Der Beschuldigte habe sich in den bisherigen Vernehmungen kooperativ gezeigt und zugegeben, als SS-Wachmann tätig gewesen zu sein. Eine Schuld sieht er bei sich nicht.

Zu dem Prozess werden auch einige der insgesamt 28 Nebenkläger erwartet. Dazu gehören Überlebende des KZ Stutthof, Hinterbliebene, Kinder und Enkel. Insgesamt wurden bisher elf Verhandlungstermine bis kurz vor Weihnachten angesetzt.

Zu dem Prozess werden auch einige der insgesamt 28 Nebenkläger erwartet. Dazu gehören Überlebende des KZ Stutthof.

Da der Beschuldigte aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt verhandlungsfähig ist, werden die nichtöffentlichen Sitzungen jeweils auf zwei Stunden begrenzt.  epd

Entscheidung

Halberstädter Museum für jüdische Kultur wird weiter gefördert

Im Jahr 2001 wurde das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt gegründet. Zum Museum gehören die frühere Mikwe sowie die Synagoge im ehemaligen rabbinischen Lehrhaus, der Klaus. Sie bekommen weiterhin eine Förderung.

 09.07.2026

Magdeburg

Was eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt ändern könnte

Von der Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages bis hin zur Ängerungen von »Geschichte«-Lehrplänen: Was will die rechtsextremistische Partei im Falle eines Wahlsieges noch?

von Christopher Kissmann  09.07.2026

Frankfurt am Main

Becker fordert Verbot von Pro-Terror-Kundgebung, DIG initiiert Gegendemo

»Palästina darf sich wehren, auch mit Steinen und Gewehren«: Unter diesem Motto ruft eine Gruppierung zu einer Kundgebung auf. Auch die Grünen wollen die Versammlung untersagen

von Imanuel Marcus  09.07.2026

Antisemitismus

Chrupalla-Lob für Möllemann

DIG-Präsident Volker Beck übt heftige Kritik am Co-Chef der AfD

 09.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

berlin

Strafbefehl gegen Hudhaifa Al-Mashhadani

Der Leiter einer säkularen Arabischschule in Neukölln soll einen Mordanschlag gegen sich erfunden haben

 09.07.2026

Genf

Bericht: UNESCO ehrte tote Terroristen als »Journalisten« – und korrigierte sich nie

Die UN-Unterorganisation soll die Fakten nie richtiggestellt haben, obwohl die Hamas und die Gruppe Islamischer Dschihad die Mitgliedschaften teils selbst öffentlich gemacht hatten

 09.07.2026

Freudenstadt

Waldorfschule bewarb Theaterstück »Der Geizhals« mit Hakennasen-Mann

In der Schule war niemandem aufgefallen, dass das mittlerweile entfernte Werbeposter eine antisemitische Bildsprache benutzt

 09.07.2026

Jerusalem/London

NGO Monitor: Ausländische Geldgeber finanzieren britische Anti-Israel-Protestbewegung

Mindestens elf der untersuchten Organisationen, die israelfeindliche Demonstrationen organisieren, sollen Verbindungen zu den Revolutionsgarden oder den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah haben

 09.07.2026