Essen

Polizei nimmt Angreifer fest

Foto: imago images/Rene Traut

Nach einem Angriff auf die Synagoge der Jüdischen Kultus-Gemeinde in Essen hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 37-jährige Iraner sei bereits polizeilich in Erscheinung getreten und nach vorausgegangenen Einsätzen jeweils in einer Spezialklinik behandelt worden.

»Die Beamten trafen den Mann an seiner Wohnanschrift an und nahmen ihn vorläufig fest. In seiner Vernehmung räumte er die Taten ein, ohne jedoch ein Tatmotiv zu nennen. In seiner Wohnung entdeckten die Beamten zudem die Tatkleidung. Es wird am heutigen Tag (24. November) geprüft, ob er dem Haftrichter vorgeführt wird«, gab die Essener Polizei am Dienstagvormittag in einer Pressemitteilung bekannt.

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Am vergangenen Freitag soll der Mann einen Betonblock gegen die Fenster der Synagoge in Essen geworfen und dabei zwei Fensterscheiben beschädigt haben. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge unter anderem Videoaufzeichnungen der Sicherheitskamera. Dort sei der Tatverdächtige zu sehen, wie er bereits am 14. November mehrfach an Türen und Fenstern der Synagoge gerüttelt und geklopft habe. Der Mann soll die Synagoge zudem zuvor mehrfach kontaktiert haben.

BETONBLOCK Wie die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus (Sabra) und der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) erklärten, handelte es sich bei dem Steingeschoss um eine mehrere Kilo schwere Steinplatte. Diese sei an der schusssicheren Fensterscheibe abgeprallt, habe sie aber komplett zersplittert.

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Bereits Tage zuvor sei ein Betonblock auf ein Fenster der Essener Kultus-Gemeinde geworfen worden, dabei sei jedoch nur ein geringer Sachschaden entstanden, hieß es. Die Angriffe reihten sich in Essen ein in eine Reihe von bekanntgewordenen antisemitischen Vorfällen in den vergangenen Wochen, die sich gegen Juden in ihrem Wohnumfeld richteten oder sich im Umfeld von jüdischen Einrichtungen zugetragen hätten. epd/ja

Shelly Meyer

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