Dortmund

Polizei entfernt eine vermutlich antisemitische Schornstein-Stele

Die Gedenkstele für den von Rechtsextremisten ermordeten Mehmet Kubaşık in Dortmund. Foto: imago images / Cord

Erneut hat ein vermeintlich antisemitisches Kunstwerk zu einem Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen geführt. Am Montagabend ließen Beamte eine gemauerte Stele in der Form eines Schornsteins mit der Aufschrift »Jedem das Seine« in Dortmund entfernen, wie die Polizei mitteilte.

Dieser Satz war auch auf dem Tor zum Konzentrationslager Buchenwald angebracht. In der Säule fanden die Ermittler den Angaben zufolge aber Zettel, auf denen die bislang unbekannten Initiatoren erklären, dass sie mit ihrem Kunstwerk an die Schrecken des Holocaust erinnern wollen.

IRRITATIONEN Das Bauwerk stand neben einem Gedenkstein für den Dortmunder Bürger Mehmet Kubaşık, der 2006 in Dortmund von der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet worden war. Ähnliche Stelen hatten Ende Januar bereits in Köln für Irritationen gesorgt.

Sie standen unter anderem nahe einer Synagoge und einem weiteren Anschlagsort des NSU. Zahlreiche Menschen meldeten sich laut »Kölner Stadt-Anzeiger« bei der Stadt, weil sie einen antisemitischen Hintergrund vermuteten. kna/ja

Teheran

Erneut Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Die iranische Führung schlug die Proteste im Januar brutal nieder. Seitdem werden immer wieder Menschen exekutiert. Die Hinrichtungen sind auf einem Rekordniveau

 23.08.2026

Sachsen-Anhalt

Magdeburger CDU-Abgeordneter offen für Gespräche mit Linken

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt drohen komplizierte Mehrheiten: Dabei wird auch immer wieder eine Zusammenarbeit von CDU und Linken gegen die AfD diskutiert

 23.08.2026

Landtagswahlen

Umfrage: Jeder Zweite hält die AfD für rechtsextrem

Brandmauer? Parteiverbot? Über den richtigen Umgang mit der AfD sind sich die Menschen uneins. Das Insa-Institut hat gefragt, was sie über die Partei denken

 23.08.2026

Debatte

Schramm unterstützt Knobloch in AfD-NSDAP-Vergleich

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor einer Normalisierung rechtsextremer Positionen. Der wachsende zeitliche Abstand zur NS-Zeit dürfe nicht dazu führen, dass die Lehren aus der Geschichte verblassen, betont er

 23.08.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragter befürwortet schärferes Strafrecht

Felix Klein fordert unter anderem härtere Strafen für die Unterstützung der Hamas auf Demonstrationen. Und auch an den Schulen müsse sich etwas ändern

 23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026

Erfurt

Deutsch-israelischer Jugendaustausch kommt nicht voran

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse sieht strukturelle und politische Gründe. Auch ein Austauschprogramm stockt

von Matthias Thüsing  21.08.2026