Dortmund

Polizei entfernt eine vermutlich antisemitische Schornstein-Stele

Die Gedenkstele für den von Rechtsextremisten ermordeten Mehmet Kubaşık in Dortmund. Foto: imago images / Cord

Erneut hat ein vermeintlich antisemitisches Kunstwerk zu einem Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen geführt. Am Montagabend ließen Beamte eine gemauerte Stele in der Form eines Schornsteins mit der Aufschrift »Jedem das Seine« in Dortmund entfernen, wie die Polizei mitteilte.

Dieser Satz war auch auf dem Tor zum Konzentrationslager Buchenwald angebracht. In der Säule fanden die Ermittler den Angaben zufolge aber Zettel, auf denen die bislang unbekannten Initiatoren erklären, dass sie mit ihrem Kunstwerk an die Schrecken des Holocaust erinnern wollen.

IRRITATIONEN Das Bauwerk stand neben einem Gedenkstein für den Dortmunder Bürger Mehmet Kubaşık, der 2006 in Dortmund von der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet worden war. Ähnliche Stelen hatten Ende Januar bereits in Köln für Irritationen gesorgt.

Sie standen unter anderem nahe einer Synagoge und einem weiteren Anschlagsort des NSU. Zahlreiche Menschen meldeten sich laut »Kölner Stadt-Anzeiger« bei der Stadt, weil sie einen antisemitischen Hintergrund vermuteten. kna/ja

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht äußert sich zur Zusammenarbeit mit der AfD

Die Hintergründe

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Parteien

Was Markus Söder der CDU nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt rät

 07.09.2026

Berlin

»Death to Israel!«: Angriff auf FDP-Mitglieder

Im Stadtteil Charlottenburg beschimpften israelfeindliche Demonstranten FDP-Politiker, die nach ihrem Sommerfest mit dem Abbau beschäftigt waren

von Imanuel Marcus  07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Magdeburg

BSW würde AfD ins Ministerpräsidentenamt verhelfen

Die Hintergründe

 07.09.2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

»Wind der Freiheit« oder »Schock«: Globales Echo auf Wahl

Der AfD-Erfolg sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen und hitzige Debatten

 07.09.2026