Dortmund

Polizei entfernt eine vermutlich antisemitische Schornstein-Stele

Die Gedenkstele für den von Rechtsextremisten ermordeten Mehmet Kubaşık in Dortmund. Foto: imago images / Cord

Erneut hat ein vermeintlich antisemitisches Kunstwerk zu einem Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen geführt. Am Montagabend ließen Beamte eine gemauerte Stele in der Form eines Schornsteins mit der Aufschrift »Jedem das Seine« in Dortmund entfernen, wie die Polizei mitteilte.

Dieser Satz war auch auf dem Tor zum Konzentrationslager Buchenwald angebracht. In der Säule fanden die Ermittler den Angaben zufolge aber Zettel, auf denen die bislang unbekannten Initiatoren erklären, dass sie mit ihrem Kunstwerk an die Schrecken des Holocaust erinnern wollen.

IRRITATIONEN Das Bauwerk stand neben einem Gedenkstein für den Dortmunder Bürger Mehmet Kubaşık, der 2006 in Dortmund von der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet worden war. Ähnliche Stelen hatten Ende Januar bereits in Köln für Irritationen gesorgt.

Sie standen unter anderem nahe einer Synagoge und einem weiteren Anschlagsort des NSU. Zahlreiche Menschen meldeten sich laut »Kölner Stadt-Anzeiger« bei der Stadt, weil sie einen antisemitischen Hintergrund vermuteten. kna/ja

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  12.07.2026

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

 10.07.2026

Tirana

Albaniens Premier gibt Millionen für Kanye-Konzert aus

Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

 10.07.2026

New York

Bericht: Israel warnte Trump vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen ihn

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026