Diplomatie

Pakistan soll Iran aufgefordert haben, Huthi zu zügeln

Pakistans Armeechef Asim Munir bei einem Treffen mit Irans Außenminister Abbas Aragchi im Mai Foto: IMAGO/ZUMA Press

Pakistan hat den Iran nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Islamabad angesichts der eskalierenden Kämpfe im Jemen mehrfach aufgefordert, die mit Teheran verbündeten Huthi zu zügeln. Bei einem kürzlichen Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe dieser etwa eine Warnung an den Iran ausgesprochen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Geheimdienstkreisen.

»Ihr bekommt es mit uns zu tun«, habe Munir die Führung in Teheran gewarnt, sollten die Huthi-Rebellen tatsächlich Pläne zur Störung der Schifffahrt im Roten Meer wahr machen. Zuletzt waren Kämpfe zwischen von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen und der proiranischen Terror-Miliz der Huthi im Jemen erneut eskaliert.

Saudi-Arabien und Pakistan stehen gemeinsam in zwei Militärbündnissen. Es sei unwahrscheinlich, dass die in Saudi-Arabien stationierte pakistanische Luftwaffe direkt in den Konflikt eingreife, hieß es aus den Geheimdienstkreisen. Aber eigene in Saudi-Arabien stationierte Luftverteidigungssysteme könnten gegen Huthi-Angriffe eingesetzt werden.

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Expertin: Teheran könnte Huthi als Verhandlungsmasse einsetzen

Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt im Jemen erneut entflammt. Dort kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi gegen die von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Regierung. Die aktuellen Kämpfe sind die schwersten Gefechte seit Jahren.

Bei einem jüngsten Angriff der Huthi-Miliz am Dienstag sind in Saudi-Arabien mehr als 70 Menschen verletzt worden. Dabei wurden nach saudischen Angaben auch mehrere Energie-Einrichtungen getroffen. Die Miliz hatte erklärt, sie habe das Land mit Dutzenden Raketen und Drohnen angegriffen. Es sei eine Antwort auf etwa 120 saudische Luftangriffe im Jemen in den vorigen drei Tagen gewesen.

Einschätzungen der Jemen-Expertin Nadwa Dausari zufolge, versucht der Iran die mit Teheran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen ähnlich wie die Hisbollah im Libanon als Verhandlungsmasse einzusetzen. Die Huthi könnten zugleich für den Iran ein strategisches Instrument bleiben, um seinen regionalen Einfluss auszuweiten und künftig Macht in der Region zu projizieren. dpa/ja

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