Meinung

Orient, öffne dich!

Der Filz ist dick im Palästinensergebiet – das weiß die Welt. Aber etwas ist neu am Bestechungs- und Sex-Skandal um Rafik Husseini, Bürochef von Präsident Mahmud Abbas. Ein von der Regierung beauftragter Korruptionsbeamter nahm seinen Job so ernst, dass er bis zu den Obersten recherchierte und fündig wurde. Jedoch erst, als er den Israelis das belastende Video zuspielte, hörte man ihm zu. Abbas geriet unter Druck, suspendierte den Verdächtigen und setzte sogar eine Untersuchungskommission ein. Damit scheint ein Anfang gemacht. Endlich hackt eine Krähe der anderen ein Auge aus, werden Beweise nicht mehr schweigend unter dicke Orientteppiche gekehrt. Besonders bemerkenswert ist, dass sich eine Frau wegen sexueller Übergriffe beklagte. Dass sie, wie in vielen muslimischen Staaten üblich, nicht mundtot gemacht wurde, ist ein Hoffnungszeichen. Auf dem beschwerlichen Weg in Richtung Demokratie muss man sich mit solchen Moralverletzungen auseinandersetzen, sie anprangern. Nur so kann der Übergang zu einer offeneren Gesellschaft gemeistert werden. Dafür braucht es viele Menschen, die den Mut haben, Missstände publik zu machen. Gerade, wenn es um die politische Elite geht.

Meinung

Merz muss sich für die Iraner einsetzen

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Berlin

»Das Mullah-Regime muss jetzt fallen«

Zentralrat der Juden: Es braucht ein Ende der Zurückhaltung gegenüber Teheran - und ein klares politisches Signal aus Deutschland

 09.01.2026

Fernsehen

Jüdische Journalisten kritisieren Verpixelung von »Bring them Home!«-Kette

Der Verband JJJ fordert: Die »unpolitische, rein humanitäre Forderung« auf der Plakette eines Kochs muss sichtbar sein

 09.01.2026

Potsdam

Beauftragter gegen Judenhass: »Ich sehe nicht ein, mich verschrecken zu lassen«

Noch in der Tatnacht habe seine Familie ihn darin bestärkt, seine Arbeit fortzusetzen, so Andreas Büttner. »Sie haben mir gesagt, ich müsse weitermachen. Eigentlich sogar noch lauter werden«

 09.01.2026

Jerusalem

US-Botschafter: Israel entscheidet selbst über weiteres Vorgehen gegen Iran

»Lassen Sie uns hoffen, dass dies das Jahr ist, in dem das iranische Volk sagt: ›Es reicht‹«, sagt Mike Huckabee

 09.01.2026

Kommentar

Ich gebe die Hoffnung für Brandenburg nicht auf

Nach dem Koalitionsbruch muss die Politik die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen

von Alex Stolze  09.01.2026

Berlin/Kloster Seeon

Zentralrat der Juden fordert schärferes Strafrecht gegen Hass

Seit dem jüngsten Krieg im Nahen Osten ist Antisemitismus vielerorts explodiert. Zentralratspräsident Schuster sieht den deutschen Rechtsstaat dagegen schlecht aufgestellt

 09.01.2026