Budapest

Orbán: »Werde Netanjahu nach Ungarn einladen«

Orbán und Netanjahu bei einem Treffen 2018 Foto: imago/Xinhua

In Budapest hat Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag angekündigt, er werde Benjamin Netanjahu zu einem Besuch nach Ungarn einladen. Den am Donnerstag ausgestellten Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den israelischen Regierungschef werde sein Land nicht beachten, sagte Orbán am Freitag in einer Radiosendung. Netanjahu sei in Ungarn vor Verhaftung sicher.

Den Entscheid der Vorverfahrenskammer des Haager Gerichts nannte Orbán, der seit langem mit Netanjahu befreundet ist, »grundsätzlich falsch«. Der Haftbefehl stelle eine »völlige Außerkraftsetzung des Völkerrechts« dar und gieße zusätzlich Öl ins Feuer. Man habe aber keine Wahl, sich zu dazu verhalten, sagte Orbán.

Lesen Sie auch

Ungarn, das noch bis Jahresende die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union innehat, hat ebenso wie die anderen 26 EU-Staaten das Römische Statut für den Strafgerichtshof ratifiziert und ist als Vertragsstaat grundsätzlich verpflichtet, die Entscheidungen des Gerichts umzusetzen. Andere EU-Staaten wie die Niederlande und Frankreich haben bereits angekündigt, sich dem Beschluss der Kammer zu unterwerfen. mth

Kommentar

Warum es eine Brandmauer gegen die Linkspartei braucht

Wenn eine Brandmauer nur auf einer Seite steht, brennt es von der anderen rein. Über diese offene Seite müssen wir reden

von Nelly Eliasberg  19.09.2026 Aktualisiert

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Nahost

Signal aus Teheran: Iran will zurück zu Rahmenabkommen

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz erklärt, der Iran habe kein Interesse an einem endlosen Krieg

 19.09.2026

Kommentar

Michael Lüders, Groß-Palästina und seine Vorliebe für Wassermelonen

Wie BSW-Spitzenkandidat Michael Lüders sich als verrückter Rand einer Wahldebatte präsentierte

von André Anchuelo  19.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Berliner Linke nennen Hamas-Massaker »Widerstand«

In einer Sitzung wurde die Forderung nach einer »vollen politischen und materiellen Unterstützung des palästinensischen Widerstands in all seinen Formen« erhoben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs

 19.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Hohe Feiertage, wichtige Wahl

Die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern wählen am 20. September ihr Parlament. Wird der besorgniserregende Trend, der in Sachsen-Anhalt zu beobachten war, fortgesetzt und verfestigt?

von Juri Rosov  19.09.2026

Sachsen-Anhalt

Jurist hält Bundeszwang »nicht für abwegig«

Falls eine AfD-geführte Landesregierung Verfassungsrecht oder Bundesgesetze missachten sollte, könnte der sogenannte Bundeszwang zum Einsatz kommen

 19.09.2026

Jerusalem

Warum ein Ex-Shin-Bet-Chef Israelis dazu aufruft, zu Jom Kippur in der Synagoge ihre Waffen zu tragen

Die Verantwortlichen der Synagogen sollten dafür sorgen, dass bewaffnete Menschen kommen, sagt Arik Barbing

 19.09.2026

Interview

»Frontalangriff auf die Integrität unserer Republik«

Kulturstaatsminister Weimer über den Geschichtsrevisionismus der AfD und die Folgen ihres Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt

von Corinna Buschow, Karsten Frerichs  19.09.2026