Budapest

Orbán: »Werde Netanjahu nach Ungarn einladen«

Orbán und Netanjahu bei einem Treffen 2018 Foto: imago/Xinhua

In Budapest hat Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag angekündigt, er werde Benjamin Netanjahu zu einem Besuch nach Ungarn einladen. Den am Donnerstag ausgestellten Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den israelischen Regierungschef werde sein Land nicht beachten, sagte Orbán am Freitag in einer Radiosendung. Netanjahu sei in Ungarn vor Verhaftung sicher.

Den Entscheid der Vorverfahrenskammer des Haager Gerichts nannte Orbán, der seit langem mit Netanjahu befreundet ist, »grundsätzlich falsch«. Der Haftbefehl stelle eine »völlige Außerkraftsetzung des Völkerrechts« dar und gieße zusätzlich Öl ins Feuer. Man habe aber keine Wahl, sich zu dazu verhalten, sagte Orbán.

Lesen Sie auch

Ungarn, das noch bis Jahresende die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union innehat, hat ebenso wie die anderen 26 EU-Staaten das Römische Statut für den Strafgerichtshof ratifiziert und ist als Vertragsstaat grundsätzlich verpflichtet, die Entscheidungen des Gerichts umzusetzen. Andere EU-Staaten wie die Niederlande und Frankreich haben bereits angekündigt, sich dem Beschluss der Kammer zu unterwerfen. mth

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Teheran

Iran prüft US-Vorschlag

In den Streitigkeiten um die Straße von Hormus und die fragile Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gehen diplomatische Bemühungen weiter. Jetzt meldet sich Irans Außenamtssprecher

 06.05.2026

Berlin

Berliner Holocaust-Mahnmal beschmiert

Wieder ist ein antisemitischer Schriftzug in Berlin aufgetaucht. Dieses Mal traf es das Holocaust-Mahnmal

 06.05.2026

Analyse

»Kill all Jews« - Neue und alte Bedrohungen für Juden - Terrorexperte erwartet härtere Anschläge

Fast täglich konnte man zuletzt Nachrichten über Attacken und Hass gegen Juden in Europa lesen - nicht nur, aber auch im Zusammenhang mit Gruppen, die in Verbindung zum Iran stehen. Was das mit Betroffenen macht

von Leticia Witte und Christoph Schmidt  06.05.2026

München

Bayern: Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf Rekordhoch

»Antisemitische Ausdrucksformen wurden enthemmter, bedrohlicher und direkter«, sagt Annette Seidel-Arpacı, die Leiterin von RIAS Bayern

 06.05.2026

Washington/Teheran

Bericht: USA und Iran nähern sich Vereinbarung zur Beendigung des Krieges

Kern der laufenden Gespräche ist ein auf einer einzigen Seite untergebrachtes, knappes Memorandum, das auf wenigen Punkten basieren soll

 06.05.2026

Berlin

Hubig besorgt über Zulauf zu militanten Rechtsextremisten

In mehreren Bundesländern laufen Durchsuchungen gegen Rechtsextremisten. Was die Bundesjustizministerin dazu sagt

 06.05.2026

New York

USA unterstützen UN-Resolution zu möglichen Iran-Sanktionen

Dem Regime in Teheran werden in einem von den USA unterstützten Entwurf »wirksame Maßnahmen entsprechend der Schwere der Lage, einschließlich Sanktionen« angedroht

 06.05.2026

Washington D.C.

Trump stoppt Marineeinsatz in der Straße von Hormus

Der Präsident begründet dies mit angeblichen Fortschritten in Gesprächen mit Teheran über ein Abkommen. Außenminister Rubio hatte zuvor dagegen erklärt, das »Project Freedom« stelle nun den Schwerpunkt dar

 06.05.2026