Ehrung

Olaf Scholz und Isaac Herzog würdigen Holocaust-Überlebende

Olaf Scholz und Isaac Herzog vor dem Bundeskanzleramt (Archiv) Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat an die Lebensleistung von Holocaust-Überlebenden erinnert. »Die Kraft, mit der Sie die Erinnerung wachhalten und weitergeben – das bewegt und beeindruckt sehr viele von uns, das gibt uns Zuversicht«, sagte Scholz am Dienstagabend in einer Video-Botschaft in der sechsten Internationalen Nacht der Überlebenden des Holocaust, die von der jüdischen Claims Conference ausgerichtet wurde.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Scholz bezeichnete es als »bestürzend«, dass in der Ukraine Überlebende des Holocaust aktuell von russischen Bomben und Raketen-Terror bedroht seien. »Dass einige von ihnen nun in Deutschland Zuflucht finden, erfüllt uns mit Demut. Wir sind dankbar für alle, die sie unterstützen«, so der SPD-Politiker.

Herzog Israels Staatspräsident Isaac Herzog sagte in seiner Video-Botschaft: »Die Überlebenden des Holocaust haben die dunkelste Zeit der Menschheit erlebt und miterlebt, ertragen und überwunden.« Sie seien der lebende Beweis für die »menschliche Fähigkeit, über Tyrannei zu triumphieren«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Am späten Dienstagabend waren Holocaust-Überlebende aus mehr als einem Dutzend Länder geehrt worden. Darunter auch solche, die kürzlich aus der Ukraine evakuiert wurden, wie die Claims Conference erklärte. Die überwiegend virtuelle »International Holocaust Survivors Night« sollte an Chanukka Botschaften der Hoffnung vermitteln. Höhepunkt war dabei das Entzünden des Chanukkaleuchters zu Ehren der Überlebenden an der Westmauer in Jerusalem (Kotel).

Die Zeremonie wurde virtuell von Auftritten und Grußbotschaften aus der ganzen Welt begleitet.

Die Zeremonie wurde virtuell von Auftritten und Grußbotschaften aus der ganzen Welt begleitet, unter anderem aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Argentinien, Australien, Belarus und Deutschland. Neben Scholz und Herzog gedachten unter anderen der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und die US-Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand der Holocaust-Überlebenden.

Seit 2017 ehrt die »International Holocaust Survivors Night« Überlebende der Schoah für ihren Beitrag an die Welt. Die Claims Conference (Conference on Jewish Material Claims Against Germany, Konferenz über jüdische materielle Ansprüche gegen Deutschland) hat Büros in New York, Israel und Deutschland.

Die Claims Conference wurde 1951 von Vertretern 23 großer internationaler jüdischer Organisationen gegründet. Sie verteilt jedes Jahr Entschädigungszahlungen aus Deutschland an Zehntausende Holocaust-Überlebende in 80 Ländern und Regionen. epd

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Islamismus

»Gesetze im Sinne der Scharia verändern«

Der Investigativjournalist Sascha Adamek über Unterwanderung, Terrorismus und den Verfassungsschutz

von Ninve Ermagan  25.08.2026

Exklusiv-Interview

Götz Aly: »Anders als Hitler ist die AfD nicht kriegslüstern«

Der Historiker und Bestsellerautor über die Radikalisierung des NS-Regimes, Vergleiche zwischen dem Ende der Weimarer Republik mit der heutigen Zeit und die Sinnhaftigkeit eines AfD-Verbots

von Michael Thaidigsmann  25.08.2026

Parteien

Umfrage: So denken die Deutschen über die AfD

Brandmauer? Parteiverbot? Das Insa-Institut hat nachgefragt

 25.08.2026

Washington D.C./Teheran

Iran soll Kopfgeld auf Barron Trump ausgesetzt haben

Unter dem Titel »Wo kann man Barron Trump töten?« widmete das iranische Staatsfernsehen dem 20-Jährigen einen dreiminütigen Beitrag

 25.08.2026

Frankreich

Raphaël Glucksmann will Präsident werden – und spaltet die Linke

Der jüdische Europaabgeordnete stammt aus einer politisch und intellektuell geprägten Familie

 25.08.2026

Norwegen

Wandbild in Oslo ehrt palästinensische Terroristin

Ein überdimensionales Wandbild im Zentrum der norwegischen Hauptstadt zeigt unter anderen die frühere PFLP-Terroristin Leila Khaled, die von der verantwortlichen Gruppe als »Widerstandskämpferin« bezeichnet wird

 25.08.2026 Aktualisiert

Washington D.C./Teheran

USA wollen Teheran mit neuen Sanktionen in die Knie zwingen

Washington beabsichtigt, Irans Einnahmequellen trockenzulegen, um die Führung in Teheran zum Einlenken zu bewegen. Finanzminister Bessent spricht Drohungen aus, aber vieles bleibt unklar

 25.08.2026

Brandenburg

Antisemitismusbeauftragter Büttner für schärferes Strafrecht

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat ein strengeres Strafrecht gegen Judenhass gefordert. Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter schließt sich an

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026