Regierung

»Offenes Ohr für unsere Belange«

In wichtigen Dingen einig: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Zentralratspräsident Dieter Graumann Foto: dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl gratuliert. Zentralratspräsident Dieter Graumann wünschte ihr und ihrem gesamten neuen Kabinett für die kommende Amtszeit »viel Erfolg, Weitsicht und eine glückliche Hand«.

»Bundeskanzlerin Angela Merkel steht seit Jahren fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland«, erklärte Graumann am Dienstag in Berlin. »Wir freuen uns daher über ihre Wiederwahl und auf die Fortsetzung unserer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass Frau Merkel auch künftig ein offenes Ohr für unsere Belange haben wird.«

Zusammenhalt Die Kanzlerin wisse um die Bedeutung der Religionsgemeinschaften für den Zusammenhalt der Gesellschaft. »Auf sie ist in Fragen der Religionsfreiheit und des respektvollen Umgangs mit den verschiedenen Religionen immer Verlass«, betonte der Zentralratspräsident. Es wisse, dass »die Förderung des jüdischen Lebens hierzulande ihr ein besonderes Herzensanliegen« sei. »Das spüren wir, das wissen wir, und dafür danken wir ihr!«

Der Zentralrat schätze Merkels Verständnis für die jüdische Gemeinschaft und ihre persönliche Freundschaft zu ihr, aber auch zu Israel», so Graumann. «Das ist in Zeiten der immensen Spannungen und Herausforderungen im gesamten Nahen Osten von ganz besonderer Bedeutung. Wir gehen auch fest davon aus, dass die gesamte neue Bundesregierung am Grundsatz festhalten wird, dass die Sicherheit Israels fest zur deutschen Staatsräson gehört.» ja

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026

Gießen

Staatsanwaltschaft klagt AfD-Politiker wegen NS-Parole an

Bei seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der AfD-Jugendorganisation soll Kevin Dorow eine Parole der Hitlerjugend verwendet haben. Nun muss ein Gericht über die Anklage entscheiden

 20.10.2026

Luftwaffenstützpunkt Ovda

Hegseth trifft Netanjahu bei unangekündigtem Israel-Besuch

Wenige Tage vor der israelischen Wahl ging es bei dem Geheimtreffen wohl um das weitere Vorgehen gegen das Mullah-Regime in Teheran

 20.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät über umstrittene Abgeordnete

Seit dem Wahlsieg der Berliner Linke wird bundesweit über Antisemitismus und Israel-Kritik in ihren Reihen diskutiert. Nun will die Fraktion klären, wie sie mit Vaness Emde umgeht

 20.10.2026

Analyse

Hält Israels Brandmauer zur AfD?

Die deutsche Rechtsaußen-Partei wird von der israelischen Regierung boykottiert. Ein prominenter AfD-Politiker versucht nun, das zu ändern

von Joshua Schultheis  20.10.2026

Berlin

»Keine Gespräche mit Linksradikalen führen«: Merz attackiert SPD und Grüne

Der Bundeskanzler warnt eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin

 20.10.2026