Regierung

»Offenes Ohr für unsere Belange«

In wichtigen Dingen einig: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Zentralratspräsident Dieter Graumann Foto: dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl gratuliert. Zentralratspräsident Dieter Graumann wünschte ihr und ihrem gesamten neuen Kabinett für die kommende Amtszeit »viel Erfolg, Weitsicht und eine glückliche Hand«.

»Bundeskanzlerin Angela Merkel steht seit Jahren fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland«, erklärte Graumann am Dienstag in Berlin. »Wir freuen uns daher über ihre Wiederwahl und auf die Fortsetzung unserer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass Frau Merkel auch künftig ein offenes Ohr für unsere Belange haben wird.«

Zusammenhalt Die Kanzlerin wisse um die Bedeutung der Religionsgemeinschaften für den Zusammenhalt der Gesellschaft. »Auf sie ist in Fragen der Religionsfreiheit und des respektvollen Umgangs mit den verschiedenen Religionen immer Verlass«, betonte der Zentralratspräsident. Es wisse, dass »die Förderung des jüdischen Lebens hierzulande ihr ein besonderes Herzensanliegen« sei. »Das spüren wir, das wissen wir, und dafür danken wir ihr!«

Der Zentralrat schätze Merkels Verständnis für die jüdische Gemeinschaft und ihre persönliche Freundschaft zu ihr, aber auch zu Israel», so Graumann. «Das ist in Zeiten der immensen Spannungen und Herausforderungen im gesamten Nahen Osten von ganz besonderer Bedeutung. Wir gehen auch fest davon aus, dass die gesamte neue Bundesregierung am Grundsatz festhalten wird, dass die Sicherheit Israels fest zur deutschen Staatsräson gehört.» ja

Kommentar

Die Eindeutigkeit der Uneindeutigen

Ja, die Äußerungen von Israels Polizeiminister Ben Gvir sind menschenverachtend und sollten von allen verurteilt werden, denen die Zukunft Israels am Herzen liegt. Zugleich muss betont werden, dass diese Aussagen zum Glück nicht die Gaza-Politik Israels widerspiegeln

von Volker Beck  19.08.2026

Spannungen

Israelischer Angriff in Syrien heizt Streit mit Türkei an

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sind seit langem angespannt. Nun sorgt ein mutmaßlich israelischer Luftangriff in Syrien für Streit. Was ist passiert?

 19.08.2026

London

Britische Grüne hegen in internen Chats Gewaltfantasien gegen »Zionisten«

In der Chat-Konversation finden sich zudem Äußerungen, die sich pauschal gegen britische Juden richten. Eine Organisation, die sich gegen Judenhass einsetzt, prüft rechtliche Schritte

 19.08.2026

Nahost

Iran droht bei neuem Krieg mit Angriffen auf US-Ziele in Europa

Das Mullah-Regime könnte Angriffe auf US-Militärstützpunkte und andere amerikanische Einrichtungen sowie die kritische Infrastruktur befehlen

 19.08.2026

Washington D.C.

USA sanktionieren Präsidentin des Strafgerichtshofs

Die US-Regierung erhöht mit Sanktionen den Druck auf den Internationalen Strafgerichtshof - diesmal auch gegen die Präsidentin

 19.08.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon prüft nach Iran-Krieg kleinere US-Militärpräsenz am Golf

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob ein Teil der bislang am Golf stationierten Soldaten abgezogen und weiter westlich positioniert werden könnte

 19.08.2026

Meinung

Im Zweifel für das Narrativ?

Die »tageszeitung« (taz) veröffentlichte einen Beitrag eines Deutsch-Palästinensers, der nicht nur unrichtige Aussagen enthält, sondern eine sehr fragwürdige Erzählung propagiert

von Michael Thaidigsmann  18.08.2026

Teheran

Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA ab

Der Iran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen im Abkommen mit den USA. Ein Professor sagt, US-Präsident Donald Trump könne sich nicht still zurückziehen

 18.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert