Regierung

»Offenes Ohr für unsere Belange«

In wichtigen Dingen einig: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Zentralratspräsident Dieter Graumann Foto: dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl gratuliert. Zentralratspräsident Dieter Graumann wünschte ihr und ihrem gesamten neuen Kabinett für die kommende Amtszeit »viel Erfolg, Weitsicht und eine glückliche Hand«.

»Bundeskanzlerin Angela Merkel steht seit Jahren fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland«, erklärte Graumann am Dienstag in Berlin. »Wir freuen uns daher über ihre Wiederwahl und auf die Fortsetzung unserer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass Frau Merkel auch künftig ein offenes Ohr für unsere Belange haben wird.«

Zusammenhalt Die Kanzlerin wisse um die Bedeutung der Religionsgemeinschaften für den Zusammenhalt der Gesellschaft. »Auf sie ist in Fragen der Religionsfreiheit und des respektvollen Umgangs mit den verschiedenen Religionen immer Verlass«, betonte der Zentralratspräsident. Es wisse, dass »die Förderung des jüdischen Lebens hierzulande ihr ein besonderes Herzensanliegen« sei. »Das spüren wir, das wissen wir, und dafür danken wir ihr!«

Der Zentralrat schätze Merkels Verständnis für die jüdische Gemeinschaft und ihre persönliche Freundschaft zu ihr, aber auch zu Israel», so Graumann. «Das ist in Zeiten der immensen Spannungen und Herausforderungen im gesamten Nahen Osten von ganz besonderer Bedeutung. Wir gehen auch fest davon aus, dass die gesamte neue Bundesregierung am Grundsatz festhalten wird, dass die Sicherheit Israels fest zur deutschen Staatsräson gehört.» ja

Dresden

Mehr rechtsextreme Vorfälle an Sachsens Schulen

Von NS-Symbolen und Parolen bis hin zu Beleidigungen und Gewalt: Das sächsische Bildungsministerium hat 2025 fast 250 rechtsextreme Vorfälle dokumentiert

 15.02.2026

Analyse

Das Prinzip Trump

Der US-Präsident hat Israels sicherheitspolitische Lage gestärkt – zugleich spaltet er das eigene Land. Aber ein geschwächtes Amerika garantiert keinen stabilen Schutz

von Carsten Ovens  15.02.2026

Nahost

Italien nimmt als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 14.02.2026

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 250.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 15.02.2026 Aktualisiert

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026