Westjordanland

»No other Land«-Macher Hamdan Ballal wieder frei

Die Regisseure Yuval Abraham, Hamdan Ballal, Rachel Szor und Basel Adra (v.l.) Foto: picture alliance/dpa

Hamdan Ballal, palästinensischer Co-Regisseur des Oscar-prämierten Dokumentarfilms »No other Land«, ist wieder frei. Das schrieb der israelische Co-Regisseur des Films, Yuval Abraham, am Dienstag auf der Internetplattform X. Ballal war am Montagabend in einem palästinensischen Dorf im südlichen Westjordanland festgenommen worden, nach Angaben israelischer Armeekreise stand er unter Verdacht, Steine auf Soldaten geworfen zu haben. Augenzeugen und Aktivisten sprachen dagegen von einem Angriff jüdischer Siedler.

Die Anwältin Ballals, die für ihren Einsatz für Palästinenser bekannte Israelin Lea Tsemel, erklärte in israelischen Medien, Ballal und zwei weitere Palästinenser seien bei dem Angriff schwer verletzt und von der israelischen Armee in einer Militärbasis festgehalten worden. Ballal gab demnach an, von Soldaten geschlagen worden zu sein.

Widersprüchliche Berichte

Der Zwischenfall ereignete sich laut israelischen Medienberichten in dem palästinensischen Dorf Susya im Süden der Westbank. Augenzeugen berichteten, Dutzende Siedler hätten das Dorf angegriffen und Steine auf Bewohner, Autos und Häuser geworfen. Die israelische Armee hingegen sprach von einem Angriff palästinensischer Terroristen auf israelische Zivilisten.

Lesen Sie auch

»No Other Land« zeigt die israelische Besatzungspolitik im Westjordanland aus der Perspektive der Menschen des palästinensischen Dorfes Masafar Yatta. Er wurde von palästinensischen und israelischen Aktivistinnen und Aktivisten gedreht, um auf die Situation in den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten im Westjordanland aufmerksam zu machen. kna

Pentagon

USA wollen Taktik im Iran-Krieg ändern

Seit vier Tagen attackieren amerikanische Truppen Ziele im Iran, jetzt sollen sie ihre Herangehensweise ändern

 04.03.2026

Nahost

Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Die Meeresenge zwischen dem Persischem Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden scheinen mit ihren Drohungen ernst zu machen

 04.03.2026

Krieg

Versprechen eingelöst

US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten Wort: Sie lassen die Iraner nicht allein. Nach der Tötung des Despoten Ali Chamenei ist der Weg zur Freiheit geebnet

von Saba Farzan  04.03.2026

Nahost

Freunde auf Abstand: Moskau, Peking und der Iran-Krieg

Russland und China sind Partner Irans. Im Krieg greifen beide jedoch nicht ein. Dahinter stehen geopolitisches Kalkül, wirtschaftliche Interessen - aber auch militärische Gründe

von Jörn Petring, Ulf Mauder  04.03.2026

Brüssel

NATO geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges fängt das NATO-Mitglied Türkei eine Rakete aus dem Iran ab. Bislang hat sich Ankara neutral verhalten. Die NATO geht nicht von einem Unfall aus

 04.03.2026

Transatlantischer Streit

Zoff um Iran-Krieg: EU warnt Trump vor Embargo gegen Spanien

Trump droht Madrid wegen mangelnder Unterstützung für den Iran-Krieg mit einem Handelsstopp. Aus Brüssel kommt Widerspruch

 04.03.2026

Streit um Militärbasen

Spanien wirft Merz mangelnden Beistand nach Trump-Kritik vor

Der US-Präsident kritisiert Spanien scharf, der Bundeskanzler bleibt im Weißen Haus zunächst still. Spaniens Außenminister zeigt sich überrascht – und fordert mehr Zusammenhalt von Deutschland

 04.03.2026

Gespräch

»Wir können damit umgehen«

Brigadegeneral Ilan Biton, ehemaliger Chef der israelischen Luftabwehr, über die iranischen Angriffe, Drohnen der Hisbollah und die Effektivität der israelischen Verteidigung

von Detlef David Kauschke  04.03.2026

Meinung

Knaulkorb für den Zentralrat

In einem »taz«-Kommentar von Susanne Knaul wird der Zentralrat der Juden und sein Präsident Josef Schuster aufgefordert, beim Thema Iran »einfach mal die Klappe« zu halten

von Michael Thaidigsmann  04.03.2026