Berlin

Mini-Demo gegen das Schächten

Verkleidete Tierschützer demonstrieren vor dem Kanzleramt Foto: Marco Limberg

Tierschützer haben am Donnerstag vor dem Kanzleramt und dem Brandenburger Tor in Berlin gegen das betäubungslose Schächten demonstriert. Veranstalter des Protestes, an dem sich ein paar Aktivisten in Tierkostümen beteiligten, war der Verein »Arbeitskreis humaner Tierschutz«. Dessen Vertreter verteilten Flugblätter und übergaben im Anschluss Schreiben an die Abgeordneten des Bundestages. Darin fordern sie eine Änderung des Tierschutzgesetzes, die Abschaffung der Regelung für Angehörige von Religionsgemeinschaften, die bislang in Ausnahmen Genehmigungen für das Schächten erlaubt.

Gesetz Der Sprecher des Arbeitskreises, Stefan Klippstein, sagte der Jüdischen Allgemeinen, dass sich die Aktion weder gegen Muslime noch gegen Juden in Deutschland richte: »Wir sind für Religionsfreiheit, aber gegen Tierquälerei.« Gleichwohl sei der Arbeitskreis nicht nur gegen das Schächten in der Bundesrepublik, sondern auch gegen den Import koscheren Fleisches aus dem Ausland. Der Arbeitskreis hat nach eigenen Angaben 7.000 Mitglieder, sein Sitz ist in Köln.

Klippstein verweist auf eine von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner geplante Reform des Tierschutzgesetzes. Ein Sprecher des Ministeriums sagte der Jüdischen Allgemeinen auf Nachfrage, dass es derzeit keine Bestrebungen gebe, die gesetzliche Grundlage in diesem Punkt zu ändern. kat

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026

Brandenburg

Neuer Staatsvertrag für jüdische Gemeinden in Brandenburg

In Brandenburg hat die Bekämpfung des Antisemitismus seit 2022 Verfassungsrang. Nun soll der Staatsvertrag mit den jüdischen Gemeinden verbessert werden

 25.10.2026

Antisemitismus

Hälfte der Länder verankert Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung

Der Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus ist nicht erst nach dem Hamas-Überfall auf Israel 2023 im Fokus. Schon nach dem Synagogenanschlag von Halle 2019 zogen einige Länder Konsequenzen in ihren Landesverfassungen – aber bei weitem nicht alle

 25.10.2026

Kommentar

Schließt die Botschaft Irans!

Deutschland muss verstehen, dass diese Diktatur nicht mehr zu halten ist

von Saba Farzan  25.10.2026

Iran-Krieg

Bericht: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

US-Botschaftspersonal wird im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sollen Erkenntnisse von US-Nachrichtendiensten zu Anschlagsplänen des Irans sein

 25.10.2026