Judenhass

Michel Friedman wirft Deutschland gebrochene Versprechen vor

Michel Friedman Foto: picture alliance/dpa

Der Publizist Michel Friedman hat Deutschland vorgeworfen, Versprechen gegenüber Juden gebrochen zu haben. »Die Enttäuschung ist bei vielen da. Die Bundesrepublik hat der jüdischen Gemeinschaft versprochen: Nie wieder! Versprochen, gebrochen. Sie hat gesagt: Wehret den Anfängen! Wir sind aber mittendrin. Versprochen, gebrochen. Wir sind sogar nicht nur mittendrin, sondern weit darüber hinaus«, sagte Friedman der »Augsburger Allgemeinen«.

Die »Partei des Hasses, des Antidemokratischen, des Antisemitischen und des Rassismus« sei in Parlamente der Bundesrepublik gewählt und teilweise wiedergewählt worden. »Die sind keine Eintagsfliege, sondern ein systemisches Thema«, mahnte der Publizist. »Die AfD liegt in den Umfragen für die Landtagswahlen bei über 30 Prozent.« Man solle nicht hoffen, dass diese Entwicklung verschwinde.

»Die Enttäuschung ist also, dass in Sonntagsreden seit Jahrzehnten Versprechen gemacht werden, aber von Montag bis Samstag nichts von einer Umsetzung zu sehen ist«, sagte der Publizist. Das betreffe die jüdische Gemeinschaft, am Ende aber alle Menschen.

»Seien es schwarze Menschen, solche mit anderer sexueller Orientierung, Sinti oder Roma oder Muslime - es handelt sich immer um Menschen. Das Grundgesetz verspricht: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das bedeutet: Wenn man mit Gewalt auf einen Menschen zugeht, dann geht es um uns alle.« Und: »Hass ist hungrig und der Hunger ist nie gestillt.« kna

Dortmund

»Combat 18«-Prozess endet mit Geldauflage für Angeklagte

25 Prozesstage lang saßen vier mutmaßliche Rechtsextreme auf der Anklagebank. Sie sollen eine ebenso verbotene wie antisemitische Organisation betrieben haben

 18.02.2026

Meinung

Berlinale: Aktivismus statt Kunst

Auf der Berlinale soll eigentlich der Film gefeiert werden. Doch zahlreiche Gäste und Außenstehende missbrauchen das Festival als politische Bühne

von Sophie Albers Ben Chamo  18.02.2026

Verschwörungsmythen

Hamas-nahe NGO gibt Propaganda-Seminare für Wikipedia

Euro-Med Human Rights Monitor bildet im Gazastreifen gezielt junge Palästinenser darin aus, Inhalte zu Israel und dem Krieg zu verändern

 18.02.2026

Interview

»Mit Humor, Herz und Haltung«

Florian Sitte über Politik an Fastnacht, seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und die Reaktionen auf seine denkwürdige Rede als Till während der Mainzer Fastnachtsitzung

 18.02.2026

Olympische Winterspiele

»Ganz Israel kann stolz sein«

Adam Edelman spricht im Interview über Israels Olympia-Premiere im Bob, Teamgeist und sportlichen Ehrgeiz

von Sabine Brandes  18.02.2026

Teheran

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Am Wochenende demonstrierten rund 250.000 Menschen in München gegen Irans Führung. Nun folgt eine Reaktion des Regimes

 18.02.2026

Theater

Buh-Rufe, »Halt die Fresse«-Schreie: Tumult bei Premiere - Zuschauer greifen Schauspieler an

Am Bochumer Schauspielhaus hat ein Stück einen Tumult ausgelöst

 18.02.2026

Washington D.C.

Epstein-Überweisungen an jüdische Jungenschule in Dallas werfen Fragen auf

Die Zahlungen erfolgten nach der Verhaftung des Investors und stammen aus einem von ihm kontrollierten Bankkonto

 18.02.2026

Washington D.C.

JD Vance: Iran akzeptiert Forderungen der USA nicht

»In gewisser Weise lief es gut«, sagt der US-Vizepräsident. Gleichzeitig sei deutlich geworden, dass Teheran zentrale Forderungen der USA nicht akzeptiere

 18.02.2026