Berlin

Meldestelle RIAS bilanziert antisemitische Vorfälle 2023 

Foto: picture alliance/dpa

Die Zunahme judenfeindlicher Vorfälle in Deutschland ist am Dienstag Thema bei der Vorstellung des Jahresberichts 2023 des Bundesverbands Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, kurz RIAS (10.00 Uhr). Das Netzwerk unterhält bundesweit Meldestellen, bei denen Betroffene oder Zeugen solche Vorfälle melden können. 

Es geht um Angriffe und Bedrohung, aber auch um Pöbeleien und Anfeindungen, die nicht immer strafrechtlich verfolgt werden. Die Zahlen unterscheiden sich also von der offiziellen Kriminalitätsstatistik.

Bekannt ist, dass seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober solche Vorfälle stark zugenommen haben. Nun zieht RIAS eine Bilanz für das ganze Jahr 2023. Bei der Vorstellung dabei ist auch Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung und Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Anschließend (11 Uhr) legt die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, ihren eigenen Jahresbericht vor. Dieser berührt auch Antisemitismus, zudem Rassismus und Diskriminierung. Die Antidiskriminierungsstelle berät seit 2006 Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Rechte, wenn sie beispielsweise aus rassistischen, ethnischen, geschlechtlichen oder religiösen Gründen benachteiligt werden. Grundlage ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Die Gesamtzahl der Anfragen bei der Antidiskriminierungsstelle hat sich über die Jahre immer weiter erhöht. 

Nahost

Vollendete Drohkulisse

US-Präsident Trumps »Armada« ist angekommen, die Optionen für Militärschläge liegen auf dem Tisch. Er stellt dem Mullah-Regime zwei Bedingungen. Wird Teheran einlenken?

von Imanuel Marcus  30.01.2026

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026

Meinung

Endlich!

Es war überfällig, dass die EU die Revolutionsgarde der Islamischen Republik auf der Terrorliste gesetzt hat. Doch die heutige Lage ist auch das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse, falscher Hoffnungen und politischer Feigheit ebenjener EU

von Shahrzad Eden Osterer  30.01.2026

Rheinland-Pfalz

Landtag fordert Institut für Antisemitismusforschung auf Bundesebene

Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) dankt dem Landesparlament. »Antisemitismus ist in diesem Lande eine reale Erfahrung«, sagt er

 30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Teheran

Iran bestellt deutschen Botschafter ins Außenministerium ein

Das Regime protestiert gegen Äußerungen von Bundeskanzler Merz. Das Außenministerium verurteilt außerdem die Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation

 30.01.2026

Washington D.C.

»Sehr mächtige Schiffe auf dem Weg nach Iran«

Der US-Präsident stellt zugleich Gespräche in Aussicht und dem Teheraner Regime Bedingungen

 30.01.2026

Washington D.C.

US-Gesandter zu Waffenabgabe: Hamas hat keine Wahl

Die Terrororganisation will ihre Waffen behalten. Doch die amerikanische Regierung gibt sich zuversichtlich

 30.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 29.01.2026 Aktualisiert