Vor dem Reichstagsgebäude in Berlin hat ein Mann am Sonntag die Deutschlandflagge abgenommen und an ihrer Stelle eine Palästina-Flagge gehisst. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) unter Berufung auf die Polizei berichtet, kletterte der 22-Jährige gegen 11.30 Uhr den fast 30 Meter hohen Mast auf dem Platz der Republik hinauf. Die dort wehende sogenannte Flagge der Einheit warf er demnach zu Boden. Zwei weitere Männer im Alter von 20 und 32 Jahren unterstützten ihn am Fuß des Mastes.
Eine Stunde an der Mastspitze
Die Polizei sicherte nach eigenen Angaben den Ort und setzte die beiden Helfer fest. Der 22-Jährige blieb, mit einem Klettergeschirr gesichert, an der Spitze des Mastes und kam gegen 12.30 Uhr selbst wieder herunter. Polizisten entfernten mithilfe der Feuerwehr die Palästina-Flagge. Weil das Zugsystem des Mastes beschädigt wurde, konnte die Einheitsflagge laut Polizei zunächst nicht wieder aufgezogen werden.
Der 22-Jährige blieb zunächst festgesetzt. Die beiden Unterstützer kamen nach Feststellung ihrer Identität und einem Platzverweis wieder frei. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, der gemeinschädlichen Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs sowie wegen eines Verstoßes gegen das Berliner Versammlungsfreiheitsgesetz. ja