Großbritannien

London scheitert erneut mit Anklage gegen Kneecap-Rapper

Mo Chara von der Band »Kneecap« während einer Pressekonferenz in der Conway Mill in Belfast, Nordirland Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die britische Regierung ist auch im Berufungsverfahren mit dem Versuch gescheitert, einem Rapper des nordirischen Hip-Hop-Trios Kneecap wegen Terrorismusvorwürfen den Prozess zu machen.

Ein Gericht hatte den Prozess im vergangenen September wegen formaler Fehler eingestellt. Die Anklage gegen Liam Óg Ó hAnnaidh, der unter dem Künstlernamen Mo Chara auftritt, sei »nichtig«, entschied der Richter damals. Diese Entscheidung wurde nun in zweiter Instanz bestätigt. 

Dem Rapper wurde vorgeworfen, bei einem Konzert in London eine Flagge der libanesischen Miliz Hisbollah geschwenkt und damit eine Terrororganisation unterstützt zu haben. Die Hisbollah ist eng mit dem iranischen Regime verbündet und setzt auf Terrormethoden wie etwa Selbstmordattentate, um Israel und die USA zu bekämpfen.

Kneecap polarisierte immer wieder

Der Vorfall soll sich im November 2024 in einem Konzertsaal in der britischen Hauptstadt ereignet haben. Der Rapper habe den Verdacht erweckt, ein Unterstützer der in Großbritannien verbotenen proiranischen Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon zu sein, so die damalige Mitteilung der Metropolitan Police.

Lesen Sie auch

Die Band hatte sich immer gegen die Vorwürfe gewehrt und argumentiert, diese seien politischer Natur und würden darauf abzielen, Kneecap zum Schweigen zu bringen. Die Rapper sind für ihre Ablehnung der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen, die laut Kritikern Israelhass ist, und ihre »propalästinensische« Haltung bekannt. Mehrere Auftritte der Gruppe waren nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe abgesagt worden, darunter auch Konzerte in Köln, Berlin und Hamburg. dpa/ja

Washington

Berichte: Iran bricht Kontakt mit US-Seite ab

Wenige Stunden vor Ablauf seines Ultimatums droht US-Präsident Trump dem Iran mit harschen Worten. Laut Berichten zieht Teheran daraus Konsequenzen

 07.04.2026

New York

Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Straße von Hormus

Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran ist die Meerenge für die Handelsschifffahrt weitgehend blockiert. Eine UN-Resolution zur Entschärfung der Lage ist nun gescheitert

 07.04.2026

Washington

Trump: »Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen«

Mit Drohungen hat der US-Präsident bereits in den Tagen vor Ablauf seiner Frist versucht, den Druck auf den Iran zu erhöhen. Nun legt er noch einmal nach

 07.04.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragter gegen »Kufiyas in Buchenwald«

Vor dem Gedenken an die Befreiung des früheren NS-Konzentrationslagers wird über angekündigten propalästinensischen Protest gestritten. Felix Klein solidarisiert sich mit der Gedenkstättenleitung

 07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Iran-Krieg

Medien: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an

Bereits Mitte März hat das US-Militär die Insel Charg im Persischen Golf bombardiert. Nun berichten US-Medien über neue Angriffe

 07.04.2026 Aktualisiert

Türkei

Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul – Ein Angreifer tot

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Einer von drei Angreifern wird nach offiziellen Angaben getötet. Was steckt dahinter?

 07.04.2026 Aktualisiert