Schoa

Lauder: Aufständische im Warschauer Ghetto waren Helden

WJC-Chef Ronald S. Lauder Foto: Gregor Zielke

Die Aufständischen im Warschauer Ghetto 1943 hat der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, als Helden gewürdigt. »Ohne Frage: In der Liste der Helden des Zweiten Weltkrieges haben die Kämpfer des Warschauer Ghettos einen Ehrenplatz inne«, schreibt Lauder in der »Süddeutschen Zeitung« (Wochenende).

Vor 80 Jahren, am 19. April 1943, hatten sich jüdische Bewohner des Ghettos gegen die Übermacht von SS und Wehrmacht erhoben. Fast vier Wochen dauerte es, bis die SS den Aufstand endgültig niederschlug.

Die Aussichtslosigkeit des Unterfangens sei allen Beteiligten bewusst gewesen. »Mit ihrem Widerstand wollten sie zeigen, dass Juden kämpfen konnten, dass sie ’nicht wie Schafe zur Schlachtbank‘ gingen.« Bis heute nötigten nicht nur ihr ut und ihre Entschlossenheit tiefen Respekt ab. »Auch der Umstand, dass es ihnen trotz der vielfachen deutschen Übermacht gelang, den Mördern über mehrere Wochen Widerstand zu leisten, erscheint beinahe übermenschlich«, so Lauder.

Er erinnerte daran, dass der Vorwurf, sich nicht zur Wehr gesetzt zu haben, den Opfern der Schoa immer wieder gemacht worden sei: »Er zeugt nicht nur von Geschmacklosigkeit, sondern auch von großem Unverständnis für die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber dem Apparat eines totalitären Staates.«

Selbst wenn alle Juden Widerstand geleistet hätten, hätten sie die deutsche Vernichtungsmaschinerie nicht stoppen können. »Das konnte schließlich nur eine Koalition der stärksten Militärmächte der Welt.«

Die Nationalsozialisten hätten dafür gesorgt, Angst und Ohnmacht des Einzelnen zu verstärken, so Lauder. »Das galt nicht nur für die Juden, sondern für die gesamte Bevölkerung unter Nazi-Herrschaft. Terror war systematisch und allgegenwärtig, die Konzentration auf sich selbst häufig die beste Überlebensstrategie, Mitleid mit anderen konnte den Tod bedeuten.«

Das habe in besonders schlimmer Weise in Polen gegolten, wo die Repressalien auch gegen die nichtjüdische Zivilbevölkerung groß gewesen seien. Lauder würdigt auch die Hilfe von Polinnen und Polen gegenüber Jüdinnen und Juden. kna

Frankfurt am Main

Aufruf zu Großdemonstration gegen Judenhass

Anlass des Aufrufs ist eine kürzlich in Frankfurt abgehaltene israelfeindliche Demo, auf der der palästinensische Terror verherrlicht wurde

 31.07.2026

Berlin

Wadephul begrüßt angekündigte Hamas-Entwaffnung

Im Gaza-Konflikt gibt es angeblich eine Einigung: Die Hamas soll ihre Waffen abgeben, Israel seine Truppen aus dem Küstenstreifen abziehen. Die Bundesregierung sendet positive Signale

 31.07.2026

Gaza

Islamischer Dschihad bestreitet Entwaffnungs-Einigung

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Einigung auf eine vollständige Entwaffnung der Hamas. Eine andere palästinensische Terrororganisation bezeichnet Berichte darüber als unzutreffend

 31.07.2026

Berlin/Tel Aviv

Constantin Schreiber verlässt Axel Springer

Der frühere »Tagesschau«-Sprecher Constantin Schreiber berichtete seit September 2025 für die Publikationen von Axel Springer aus Tel Aviv. Zum Ende des Jahres verlässt er das Unternehmen

 31.07.2026

New York

NGO fordert Amtsenthebung von Bürgermeister Mamdani

Die Organisation »End Jew Hatred« macht dem New Yorker Bürgermeister in einer Petition schwere Vorwürfe, darunter seine Drohungen gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu

 31.07.2026

Washington D.C./Gaza

Trump verkündet Einigung über nächste Gaza-Phase – Hamas soll Entwaffnung akzeptiert haben

Der amerikanische Präsident sieht einen »gewaltigen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit«

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026