Sachsen

Landesrabbiner kritisiert AfD-Positionen

Der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla Foto: Steffen Giersch

Der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla und die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft Leipzig haben das Regierungsprogramm der AfD zur Landtagswahl am kommenden Sonntag kritisiert. Die Partei erkläre darin, dass sie »die Religionsfreiheit der jüdischen Gemeinden in Sachsen beenden will«, hieß es in einer am Dienstag in Leipzig veröffentlichten Erklärung Ballas und der Arbeitsgemeinschaft.

In ihrem Regierungsprogramm hebe die AfD »die Religionsfreiheit konkret und ausdrücklich auf«, schrieben die Autoren der Erklärung. »Lesen wir in diesem Lichte weiter, zeigt diese Partei, dass sie die Religionsfreiheit von Muslimen sowieso, letztlich auch die von Christen, eigentlich die Freiheit aller, die nicht ihrer Ideologie folgen, aufheben will«, hieß es. Das dürfe nicht sein.

schächten Konkret kritisieren Balla und die Arbeitsgemeinschaft zwei Punkte aus dem AfD-Programm. In dem einen heißt es: »Am generellen Verbot von Schächtungen wird festgehalten. In Sachsen sollen keine Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, auch nicht aus religiösen Gründen.«

In einem weiteren Artikel des AfD-Programms fordert die Partei ein »Verbot der Beschneidung an Minderjährigen aus religiösen Zwecken«. »Die körperliche Unversehrtheit des Minderjährigen steht für uns über den religiösen Bedürfnissen der Eltern«, führt die Partei aus. »Ein Bekenntnis zu einer Religion durch körperliche Veränderungen kann immer noch erfolgen, wenn der Bekennende volljährig ist«, so die AfD.  epd

Nahost

Europäer protestieren gegen Uranmetall-Pläne

Sorge vor iranischer Atombombe wächst. Teheran weist Vorwurf einer geplanten militärischen Nutzung zurück

 17.01.2021

Medien

Die Impflüge

Seit Beginn der Corona-Immunisierung ist zu lesen, Israel nehme den Palästinensern die Vakzine weg

von Alan Posener  17.01.2021

Berlin

Teilerfolg für Igor Levit

Landgericht soll drei gegen den Pianisten gerichtete Kommentare als strafbare Beleidigungen eingeordnet haben

 16.01.2021

Arolsen Archives

Neustart von Erinnerungsprojekt

Die Initiative »#everynamecounts« digitalisiert Namen von Deportationslisten und Dokumente aus Konzentrationslagern

 16.01.2021

Jubiläum

Bundesregierung unterstützt Festjahr »1700 Jahre«

Innenministerium fördert die bundesweite Veranstaltungsreihe mit rund 22 Millionen Euro

 15.01.2021

Judenhass

Frankreich: Algerier wird nach antisemitischer Tat ausgewiesen

Der Täter hatte sich geweigert, Essen von israelischen Restaurants auszuliefern

 14.01.2021

Parteien

»Feinde der Demokratie sollten nicht aus Steuermitteln finanziert werden«

Bildungsstätte Anne Frank hält AfD-nahe Stiftung für gefährlich

 14.01.2021

Thüringen

Rodeln in KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Sicherheit wird verstärkt

»Störung der Totenruhe«: Zuwiderhandlungen werden künftig angezeigt

 14.01.2021

Justiz

Zweieinhalb Jahre später: Anklage nach Angriff auf jüdischen Wirt in Chemnitz

Dem Rechtsextremisten werden gefährliche Körperverletzung und schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen

 14.01.2021