Sachsen

Landesrabbiner kritisiert AfD-Positionen

Der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla Foto: Steffen Giersch

Der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla und die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft Leipzig haben das Regierungsprogramm der AfD zur Landtagswahl am kommenden Sonntag kritisiert. Die Partei erkläre darin, dass sie »die Religionsfreiheit der jüdischen Gemeinden in Sachsen beenden will«, hieß es in einer am Dienstag in Leipzig veröffentlichten Erklärung Ballas und der Arbeitsgemeinschaft.

In ihrem Regierungsprogramm hebe die AfD »die Religionsfreiheit konkret und ausdrücklich auf«, schrieben die Autoren der Erklärung. »Lesen wir in diesem Lichte weiter, zeigt diese Partei, dass sie die Religionsfreiheit von Muslimen sowieso, letztlich auch die von Christen, eigentlich die Freiheit aller, die nicht ihrer Ideologie folgen, aufheben will«, hieß es. Das dürfe nicht sein.

schächten Konkret kritisieren Balla und die Arbeitsgemeinschaft zwei Punkte aus dem AfD-Programm. In dem einen heißt es: »Am generellen Verbot von Schächtungen wird festgehalten. In Sachsen sollen keine Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, auch nicht aus religiösen Gründen.«

In einem weiteren Artikel des AfD-Programms fordert die Partei ein »Verbot der Beschneidung an Minderjährigen aus religiösen Zwecken«. »Die körperliche Unversehrtheit des Minderjährigen steht für uns über den religiösen Bedürfnissen der Eltern«, führt die Partei aus. »Ein Bekenntnis zu einer Religion durch körperliche Veränderungen kann immer noch erfolgen, wenn der Bekennende volljährig ist«, so die AfD.  epd

Interview

Josef Schuster: »Juden und Muslime sind keine Erzfeinde«

Bald startet der Katholikentag in Würzburg. Mit dabei: der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Welche Tipps er für Gäste hat - und wie er auf Juden, Christen und Muslime in aufgeheizten Zeiten blickt

von Leticia Witte  04.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Es ist ein Termin mit hoher Symbolkraft: Das Präsidium der CDU trifft sich in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin. Kanzler Merz macht klar, warum das wichtig ist

 04.05.2026

Washington D.C.

USAID-Ermittlungen: Mehr UNRWA-Mitarbeiter waren am 7. Oktober beteiligt

Drei UNWRA-Lehrern sowie einem Sozialarbeiter der Organisation wird vorgeworfen, entweder an terroristischen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein oder Geiseln festgehalten zu haben

 04.05.2026

Großbritannien

Regierung erwägt Einschränkungen bei israelfeindlichen Demonstrationen

Premierminister Keir Starmer verweist auf eine zunehmende Bedrohungslage für jüdische Gemeinden im Land. Insbesondere Parolen wie »Globalize the Intifada« müssten geahndet werden

 04.05.2026

Sydney

Nach Anschlag von Bondi Beach: Anhörungen zu Antisemitismus beginnen

In den kommenden Monaten sollen zahlreiche Betroffene ihre persönlichen Erfahrungen schildern und damit zur Untersuchung des wachsenden Judenhasses im Land beitragen

 04.05.2026

Washington D.C.

Trump kündigt Eskorte für Schiffe in Straße von Hormus an

Die Operation unter dem Namen »Project Freedom« soll heute beginnen. Das iranische Regime warnt vor einer Eskalation

 04.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  03.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  02.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Flottille legt ungeplant auf Kreta an

Außenministerium in Jerusalem: Terrorverdacht gegen einen der Teilnehmer – zwei Aktivisten werden nach Israel gebracht

 01.05.2026