Tangerhütte

Kita »Anne Frank« wird vorerst nicht umbenannt

Auf einem Schild an der Einrichtung steht »Kindertagesstätte Anne Frank«. Schon länger gehegte Pläne für eine Namensänderung der Kita »Anne Frank« in Tangerhütte haben vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges für Kritik gesorgt. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die Kita »Anne Frank« im sachsen-anhaltischen Tangerhütte bekommt vorläufig keinen neuen Namen. Wie Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) am Montag mitteilte, steht eine Entscheidung über eine Namensänderung derzeit nicht an. Zugleich kündigte der Vorsitzende des Stadtrates, Werner Jacob (CDU), in der Zeitung »Welt« (Montag) an, dass die Fraktionen des Stadtrates eine Umbenennung ablehnen werden.

»Am Mittwoch wird sich der Stadtrat einstimmig gegen das Ansinnen einer Umbenennung der Kita positionieren«, sagte Jacob. Hinter dem Vorhaben steckten politische Naivität und Geschichtslosigkeit. Laut Stadtverwaltung ist die Initiative zur Umbenennung von Eltern und Beschäftigten der Kindertagesstätte ausgegangen.

Naivität und Geschichtslosigkeit

An den Plänen hatte es breite Kritik gegeben. Unter anderem hatte der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, am Sonntag in einem offenen Brief das Vorhaben kritisiert. Wenn man die eigene Geschichte gerade in Zeiten von neuem Antisemitismus und Rechtsextremismus so leichtfertig abzuräumen bereit sei, könne einem im Blick auf die Erinnerungskultur nur angst und bange werden, argumentierte er.

Die Kita sollte künftig »Weltentdecker« heißen. Hintergrund ist laut Brohm, dass die Kita einen Erneuerungsprozess durchlaufen habe. Anfang des Jahres sei die Diskussion aufgekommen, diese Konzeptionsänderung durch einen anderen Namen nach außen hin sichtbar zu machen. epd

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

Ein Kommentar

von Annabelle Ganapol  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026