Meinung

Keine Arbeit – Gott sei dank

Freier Tag! Feiertag! Foto: L. Lemon

Es sei »schwer zu sein a Jid«, hat der bekannte osteuropäische Dichter Schalom Alejchem einmal festgestellt. Da hat er wirklich recht. Meistens zumindest, aber zum Glück nicht immer. Denn während sich die nichtjüdischen Bundesbürger über den ein oder anderen Brückentag freuen, den sie meist auch einem Juden zu verdanken haben (siehe Himmelfahrt), so nehmen die jüdischen Landsleute nicht nur diese mit, sondern sie können sich in dieser Woche gleich über zwei weitere dienstfreie Tage freuen – dank Schawuot. Chag sameach!

Urlaub Klar: Stundenlang in der Synagoge, dann auch noch eine ganze Nacht durch lernen – das ist auch nicht gerade einfach. Dennoch: Mit dem gesetzlichen Feiertag am Montag – wir verdanken der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft das Pfingstfest – reicht es völlig, zweieinhalb Urlaubstage zu nehmen, um fast zwei Wochen Urlaub genießen zu können! Ganze Gemeindeverwaltungen machen das vor, unsere Redaktion übrigens nicht.

Aber was soll’s. Schon der April war für jüdische Arbeitnehmer nicht schlecht: erster und zweiter Tag Pessach, Karfreitag, Ostermontag, siebter und achter Tag Pessach – alles frei. Und im Herbst werden Rosch Haschana und der Tag der deutschen Wiedervereinigung eine, nun ja: Einheit eingehen. Und dann kommt noch Sukkot – wieder Feiertage, mitten in der Woche. Manchmal ist es eben gar nicht so übel »zu sein a Jid«. Arbeitgeber sehen das vielleicht nicht so. Allen anderen: Gute Erholung!

Schwerin

Schwesig wirbt für Bund-Länder-Gruppe zur Prüfung der AfD

Den verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD prüfen? Gut, findet Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin – und spricht sich für den Vorstoß eines CDU-Ministerpräsidenten aus

 22.10.2026

Hessen

Partnerschaftsverein vermutet politisches Motiv hinter Demontage von Netanya-Schildern

Die Städtepartnerschaft zwischen Gießen und Netanya hat eine große historische Bedeutung

 22.10.2026

Washington D.C./Jerusalem/Teheran

USA und Israel bereiten offenbar neue Angriffe auf Iran vor

Die Streitkräfte beider Länder an konkreten Plänen für eine neue Angriffswelle, die nach den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November beginnen könnte. Wie könnte ein solcher Einsatz aussehen?

 22.10.2026

Washington D.C.

AIPAC beendet direkte Wahlempfehlungen und Wahlkampfspenden

Wie sollen pro-israelische Politiker in den Vereinigten Staaten von nun an unterstützt werden?

 22.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden warnt vor rot-grün-roter Koalition

Schuster: »Im Kampf gegen Judenhass ist dieses Schauspiel ein echter Offenbarungseid«

 22.10.2026

Hannover

Anklage gegen Niedersachsens AfD-Chef erhoben

Ihm werden Verstöße gegen das Parteiengesetz vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte

 21.10.2026

Jerusalem

Schicksalswahl in Israel: Es geht um mehr als Netanjahu

Kann der heutige Ministerpräsident trotz des Versagens vom 7. Oktober und dreier harter Kriegsjahre seine Macht behaupten? Oder gelingt es der liberaleren Opposition, ihn nach Jahren an der Regierungsspitze abzulösen?

von Sara Lemel  21.10.2026

Israel

Eizenkot liegt vor Netanjahu, doch Mehrheit bleibt außer Reichweite

In dieser Situation könnten besonders die kleineren Parteien und die arabischen Listen entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung gewinnen

 21.10.2026

Paris

Antisemitische Verschwörungsmythen machen Juden für Ausschreitungen verantwortlich

Die NGO Combat Antisemitism Movement untersuchte Hunderte Beiträge auf der Plattform X. Das Ergebnis ist alarmierend, aber nicht überraschend

 21.10.2026