Meinung

Keine Arbeit – Gott sei dank

Freier Tag! Feiertag! Foto: L. Lemon

Es sei »schwer zu sein a Jid«, hat der bekannte osteuropäische Dichter Schalom Alejchem einmal festgestellt. Da hat er wirklich recht. Meistens zumindest, aber zum Glück nicht immer. Denn während sich die nichtjüdischen Bundesbürger über den ein oder anderen Brückentag freuen, den sie meist auch einem Juden zu verdanken haben (siehe Himmelfahrt), so nehmen die jüdischen Landsleute nicht nur diese mit, sondern sie können sich in dieser Woche gleich über zwei weitere dienstfreie Tage freuen – dank Schawuot. Chag sameach!

Urlaub Klar: Stundenlang in der Synagoge, dann auch noch eine ganze Nacht durch lernen – das ist auch nicht gerade einfach. Dennoch: Mit dem gesetzlichen Feiertag am Montag – wir verdanken der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft das Pfingstfest – reicht es völlig, zweieinhalb Urlaubstage zu nehmen, um fast zwei Wochen Urlaub genießen zu können! Ganze Gemeindeverwaltungen machen das vor, unsere Redaktion übrigens nicht.

Aber was soll’s. Schon der April war für jüdische Arbeitnehmer nicht schlecht: erster und zweiter Tag Pessach, Karfreitag, Ostermontag, siebter und achter Tag Pessach – alles frei. Und im Herbst werden Rosch Haschana und der Tag der deutschen Wiedervereinigung eine, nun ja: Einheit eingehen. Und dann kommt noch Sukkot – wieder Feiertage, mitten in der Woche. Manchmal ist es eben gar nicht so übel »zu sein a Jid«. Arbeitgeber sehen das vielleicht nicht so. Allen anderen: Gute Erholung!

London

Israel-Unterstützerin gerät wegen ihres Engagements ins Visier der Polizei

Holly Passmore wurde nach einem Aufenthalt in Israel von zwei Polizisten befragt

 19.10.2026

Berlin

Zwei Parteien in Berlin entscheiden über Koalitionsgespräche

Nach teils zähen Sondierungen entscheiden Grüne und SPD in Berlin über Koalitionsgespräche mit der Linken. Aber aus den Reihen der Sozialdemokraten gibt es Zweifel und Kritik, auch aufgrund der Antisemitismus-Skandale bei der Linkspartei

 19.10.2026

Berlin

Weimer: Linkspartei öffnet Antisemitismus »Tür und Tor«

Der Kulturstaatsminister fördert die Aufarbeitung des NS-Terrors und des Unrechts in der DDR. Mit einem möglichen rot-grün-roten Senat sieht er die Erinnerungspolitik in Gefahr

 19.10.2026

Sofia

Bombendrohung: Austrian-Airlines-Flugzeug muss auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien notlanden

Auf dem Flug von Tel Aviv nach Wien ändert eine Maschine der Austrian Airlines plötzlich ihre Route. Der Grund ist schwerwiegend

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Analyse

Hält Israels Brandmauer zur AfD?

Die deutsche Rechtsaußen-Partei wird von der israelischen Regierung boykottiert. Ein prominenter AfD-Politiker versucht nun, das zu ändern

von Joshua Schultheis  18.10.2026

JU-Deutschlandtag

Brandmauer nach links: Union attackiert Rot-Grün-Rot

Die Vorbereitung eines Linksbündnisses in Berlin wird von CDU und CSU scharf kritisiert. Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union werden konkrete Konsequenzen gefordert - auch die nach einer neuen Brandmauer

 18.10.2026

Grüne

Banaszak: Rot-Grün-Rot braucht klare Absprachen vor Start

Grünen-Chef Felix Banaszak sieht Risiken für das geplante Bündnis aus Linken, Grünen und SPD in Berlin. Er warnt vor ungelösten Problemen

 18.10.2026

Meinung

Flugabwehr bei VW? Aber ja!

Volkswagen, Rafael und die deutsch-israelische Rüstungskooperation

von Jan-Philipp Hein  18.10.2026