Brandenburg

Kampf gegen Antisemitismus soll Staatsziel werden

Blick in den Landtag in Potsdam Foto: imago images/Martin Müller

Die Bekämpfung von Antisemitismus und Antiziganismus soll in Brandenburg Verfassungsrang bekommen. Auf eine entsprechende Änderung der vor 30 Jahren in einem Volksentscheid beschlossenen Landesverfassung haben sich die Regierungsfraktionen von SPD, CDU und Grünen sowie die Oppositionsfraktion der Linken verständigt.

Die geplanten Änderungen wurden am Dienstag im Landtag in Potsdam vorgestellt und sollen voraussichtlich in gut zwei Wochen im Parlament beschlossen werden.

Zu den neu formulierten Staatszielen gehören auch die Förderung jüdischer Kultur und jüdischen Lebens, die Vertiefung der Freundschaft zum Nachbarland Polen und der Schutz der als Plattdeutsch bekannten niederdeutschen Sprache. Die Landesverfassung soll zudem geschlechtergerecht formuliert werden und künftig Frauen und Männer gleichermaßen benennen oder neutrale Begriffe bekommen.

Als weitere Änderung soll die Vergabe eines Vizepräsidentenamtes im Landtag an die zweitgrößte Fraktion abgeschafft werden. Für die Wahl des Präsidenten und der zwei Vizepräsidenten haben derzeit die Fraktionen in der Reihenfolge ihrer Stärke das Vorschlagsrecht.

Zweitstärkste Fraktion ist aktuell die AfD, deren Abgeordneter Andreas Galau sein Amt als Vizepräsident verlieren könnte. Für die Neufassung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 59 der 88 Abgeordneten erforderlich. Die Befürworter verfügen nach eigenen Angaben derzeit über genau 59 Stimmen. epd

Debatte

Berliner CDU bietet Sondierungen an: Grüne und SPD lehnen ab

Die Hintergründe

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Sachsen

Chemnitz und Zwickau gedenken der Opfer des NSU

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Die Terrorzelle lebte in Chemnitz und Zwickau im Untergrund. 2011 flog sie auf

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026