Antisemitismus

Jüdin mit Messer angegriffen

Foto: imago

Eine jüdische Frau ist am Samstag in Lyon (Frankreich) an ihrer Haustür mit einem Messer angegriffen worden. Die 30-Jährige wurde mit zwei Wunden in der Magengegend ins Krankenhaus eingeliefert. Sie ist der französischen Polizei zufolge leicht verletzt.

Laut »Le Figaro« sei gegen 13 Uhr ein dunkel gekleideter Mann in den siebten Stock des Wohnhauses eingedrungen und habe energisch bei der Frau geklingelt. Als sie die Tür öffnete, soll er ihr zweimal in den Bauch gestochen haben und dann geflohen sein. Das Opfer konnte noch seine Cousine anrufen, die die Retter alarmierte.

An der Wohnungstür der Jüdin wurde außerdem ein etwa zehn Zentimeter großes Hakenkreuz geritzt. Ob die Sachbeschädigung mit dem Messerangriff in Zusammenhang steht, ist jedoch unklar. Der Sender France Info schrieb unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft Lyon, »die Tat könnte antisemitisch motiviert gewesen sein«. Andere Motive schließt die Polizei jedoch nicht aus.

In Frankreich hatte es zuletzt vermehrt antisemitische Übergriffe gegeben. Ende Oktober sprach Innenminister Gérald Darmanin von mehr als 800 Fällen seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober.

Meinung

Orden für den Botschafter: Wie Leo XIV. Irans Regime aufwertet

Mit seinem Orden für den iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl verpasst der Papst den Menschen im Iran symbolisch einen Tritt in die Magengrube

von Michael Thaidigsmann  13.05.2026

Meinung

Linke Luftnummer

Der Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus der Berliner Linken ist heuchlerisch. Die Partei ist derzeit nämlich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

von Ralf Balke  13.05.2026

TikTok

Antisemitismus per Algorithmus

Antisemitische Inhalte auf der Social-Media-Plattform treten häufig codiert auf. Reichweitenstarke Beiträge sind oft uneindeutig und werden erst im Kontext als antisemitisch erkannt

 13.05.2026

Meinung

Was Sachsen-Anhalt im Herbst droht

Nach den aktuellen Umfragen ist eine Alleinregierung für die AfD zum Greifen nah. Was das allein für die Erinnerungspolitik bedeuten würde, konnte man zuletzt an der Reaktion der Landespartei auf den 8. Mai beobachten

von Mascha Malburg  13.05.2026

Berlin

Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei »Welt« auf

Die Hintergründe

von Steffen Trumpf  13.05.2026

Kommentar

Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus

von Ahmad Mansour  13.05.2026

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026

Teheran

Weitere Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen

Die iranische Justiz hat in den vergangenen Wochen viele Männer exekutieren lassen. Nun wird wieder ein Todesurteil vollstreckt

 13.05.2026

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  13.05.2026