Bochum

Israelische Flagge vor Parteibüro der Grünen angezündet

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat die Täter bisher nicht finden können. (Symbolbild) Foto: picture alliance / Marcel Kusch/dpa

Die Geschäftsstelle der Grünen in Bochum ist erneut
Ziel eines Angriffs geworden. Unbekannte haben in der Nacht auf
Freitag eine am Parteibüro aufgehängte israelische Flagge beschädigt,
die auf Höhe des zweiten Obergeschosses hing, wie die Polizei
Bochum mitteilte. Wie die oder der Täter vorgegangen sind, sei noch
unklar, hieß es. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach Angaben der Grünen wurde die Flagge in Brand gesetzt. Das sei
nicht die erste gewaltsame Aktion gegen das Parteibüro, sagte der
Vorsitzende der Bochumer Grünen, Marvin Rübhagen, am Freitagabend.
In den vergangenen zwei Jahren habe es immer wieder Sachbeschädigungen gegeben, Fenster seien eingeschlagen, Fassade und Schaufenster beschmiert worden.

»Das Verbrennen einer israelischen Fahne ist allerdings
eine neue Dimension«, betonte Rübhagen. Sie sei umgehend
durch eine Neue ersetzt worden.

Die israelische Flagge war den Angaben zufolge nach dem Angriff der
Terrororganisation Hamas auf Israel als Zeichen der Solidarität am
Parteibüro aufgehängt worden. Zugleich solle damit die Anteilnahme
mit den Jüdinnen und Juden in Bochum zum Ausdruck gebracht werden,
hieß es. epd

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Jom Haschoa

»Die Bedrohung ist nicht mehr abstrakt«

Israelischer Botschafter Ron Prosor fordert bei einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen entschlossenes Handeln und den Schutz jüdischen Lebens

 14.04.2026

Düsseldorf

Studentenparlament fordert Boykott israelischer Hochschulen

Der Antrag stammt aus dem Umfeld der antisemitischen BDS-Kampagne. Jüdische Studenten und andere Demokraten üben heftige Kritik an dem Entschluss

 14.04.2026

Rom

Italien setzt Verteidigungsvereinbarung mit Israel aus

Italien unter Ministerpräsidentin Meloni gilt als enger Verbündeter Israels. Nun setzt ihre Regierung eine Vereinbarung mit dem jüdischen Staat aus. Konkrete Auswirkungen hat dies aber wohl nicht

 14.04.2026

Rechtsextremismus und Antisemitismus

Hetze und KI-Fakes belasten Arbeit in Gedenkstätten

Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, beklagt eine besorgniserregende Entwicklung

 14.04.2026

Gedenkstätte KZ Ravensbrück

Hitlergruß im Krematorium: Schülerinnen sorgen für Entsetzen

Nach Angaben der Leitung ließen sich drei Mädchen dabei fotografieren

 14.04.2026

Washington D.C.

Trump löscht umstrittenes KI-Bild, das ihn als Jesus Christus zeigt

Die Abbildung rief scharfe Kritik hervor – auch aus dem konservativen Lager

 14.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  14.04.2026