Terror

Eli Sharabi berichtet von Hamas-Geiselhaft und Mord an seiner Familie

Eli Sharabi bei seiner Freilassung am 8. Februar 2025, als er vor Schwäche kaum gehen konnte. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Mit schockierenden Worten hat eine ehemalige Geisel der islamistischen Terrorgruppe Hamas vor dem UN-Sicherheitsrat ihre Gefangenschaft geschildert. »Am 7. Oktober verwandelte sich mein Himmel in die Hölle«, sagte der Israeli Eli Sharabi vor dem mächtigsten UN-Gremium in New York. 

Er lebte bis zum Tag des Angriffs in einem Kibbuz nahe dem Gazastreifen. Dann drangen bewaffnete Hamas-Kämpfer in das Haus ein, in dem er mit seiner Frau und seinen Töchtern lebte.

Als die Terroristen ihn verschleppten, habe er seiner Familie noch zugerufen: »Ich komme wieder«, sagte Sharabi. »Ich musste es glauben, aber das war das letzte Mal, dass ich sie sah. Ich wusste nicht, dass ich mich für immer hätte verabschieden sollen.« Draußen vor seinem Haus habe er dann mehr als 100 Kämpfer gesehen »die sich selbst filmten, wie sie feierten, lachten und in unseren Gärten Party machten, während sie meine Freunde und Nachbarn massakrierten.«

Seit diesem Tag bis zu seiner Freilassung war Sharabi nach eigenen Worten in Tunneln der Hamas gefangen - und in 50 Meter Tiefe unter der Erde mit Ketten und Handschellen gefesselt, bei nur minimaler Versorgung. »Manchmal wurde ich vor Schmerzen ohnmächtig, nur um immer wieder mit denselben Schmerzen aufzuwachen«, sagte er. 

»Ich überlebte mit Essensresten ohne medizinische Versorgung und ohne Gnade. Als ich entlassen wurde, wog ich nur noch 44 Kilo. Ich hatte über 30 Kilo abgenommen, fast die Hälfte meines Körpergewichts. «491 Tage lang klammerte ich mich an die Hoffnung», sagte Sharabi. Er habe davon geträumt, Frau und Kinder wiederzusehen. «Doch erst als ich nach Hause zurückkehrte, erfuhr ich die Wahrheit: Meine Frau und meine Töchter waren von der Hamas abgeschlachtet worden.»

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