Verteidigung

Israel will Arrow 3 trotz Krieg pünktlich an Deutschland liefern

Eine Arrow-Rakete wird testweise in Israel abgefeuert. Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Israel will das israelische Raketenabwehrsystem Arrow 3 trotz des Gaza-Kriegs eigenen Angaben zufolge pünktlich an Deutschland ausliefern. Das Land sei dem gemeinsam festgelegten Zeitplan »voll und ganz verpflichtet«, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des israelischen Verteidigungsministeriums am Montag.

Arrow 3 dient dazu, ballistische Mittelstreckenraketen abzufangen. Das System wird Deutschland nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums »vollen Schutz« bieten.

Die erste Batterie des Raketenabwehrsystems will Israel demnach bis Ende 2025 nach Deutschland liefern. Im Jahr 2030 werde der Rest des Systems, das gemeinsam von Israel und den USA entwickelte wurde, gebracht.

Fest installiert und mobil

Einige der Elemente werden den Angaben zufolge fest installiert, andere können auch mobil eingesetzt werden. Israel plane zusammen mit Deutschland, wo genau die einzelnen Elemente stationiert werden sollten.

Deutschland und Israel schlossen den Kaufvertrag des israelischen Raketenabwehrsystems vor anderthalb Wochen ab. Laut Israels Armee wurde der Übernahmeprozess im Wert von rund 3,6 Milliarden US-Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) damit finalisiert.

Beide Länder hatten den Kauf Ende September schriftlich vereinbart. Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte damals, die russischen Angriffe in der Ukraine zeigten, wie wichtig die Luftabwehr sei.

Iron Dome und David’s Sling

Die israelische Armee setzte das neue Raketenabwehrsystem im November erstmals erfolgreich in der Praxis ein. Im Bereich des Roten Meeres wurde eine Boden-Boden-Rakete abgefangen. Die Kurzstreckenraketen, die extremistische Palästinenser aus dem Gazastreifen Richtung Israel feuern, werden derweil von Israels anderen Raketenabwehrsystemen, dem Iron Dome und David’s Sling, abgefangen. dpa

Europäisches Parlament

»Auschwitz ist eine Fälschung«: Immunität aufgehoben

Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun muss sich in gleich mehreren Strafverfahren vor Gericht verantworten, unter anderem wegen Holocaustleugnung

 27.03.2026

Drohung

Katz: Israel verstärkt Angriffe im Iran

Das Vorgehen des Militärs gegen das Mullah-Regime werde nun stärker ausfallen und auf zusätzliche Ziele und Bereiche ausgeweitet, sagt der israelische Verteidigungsminister

 27.03.2026

Berlin

Tausende Straftaten bei israelfeindlichen Demonstrationen

Gewalt- und Propaganda-Delikte sowie Volksverhetzung in Hunderten Fällen wurden registriert

 27.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  27.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Kommentar

Wie mit dem Völkerrecht Israel delegitimiert wird

Der Angriff auf den Iran sei eindeutig völkerrechtswidrig, sagen zahlreiche Experten. Sie machen es sich zu einfach. Denn es spricht viel dafür, dass Israel ein Recht auf präventive Selbstverteidigung hat

von Monika Polzin  27.03.2026

Berlin

Antisemitischer Angriff in Prenzlauer Berg

Das Opfer schrieb hebräische Texte in ein Buch. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt

 27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026