EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Rom/Vatikanstadt

Israel wehrt sich gegen Vorwürfe des Papstes

Papst Franziskus am Mittwoch auf einem Balkon des Gemelli-Krankenhauses in Rom Foto: picture alliance / Stefano Spaziani

Israel hat sich gegen kritische Worte des Papstes zu den jüngsten Luftangriffen im Gazastreifen verwahrt. In einer am Montag verbreiteten »Note« der israelischen Botschaft beim Heiligen Stuhl heißt es mit Bezug auf den Angelus-Text des Papstes vom Sonntag: »Die israelische Operation geschah in vollem Einklang mit dem Völkerrecht.«

Die Bombardierung sei 17 Tage nach dem Ende des Abkommens über die Geiselfreilassung erfolgt. Grund sei die Weigerung der Hamas gewesen, Verhandlungsvorschläge der USA anzunehmen.

Papst Franziskus hatte am Sonntag einen Text verbreiten lassen, in dem es hieß: »Ich bin bestürzt über die erneuten schweren israelischen Bombardierungen im Gazastreifen, die viele Tote und Verletzte gefordert haben. Ich fordere, dass die Waffen sofort schweigen und der Mut zum Dialog wiedergefunden wird, damit alle Geiseln freigelassen werden und ein endgültiger Waffenstillstand erreicht wird.«

Lesen Sie auch

Moralische Pflicht

In der Note der israelischen Vertretung heißt es dazu, Israel versuche bei Militäroperationen stets, den Schaden an Zivilisten auf ein Minimum zu beschränken, während die Hamas bewusst auch zivile Ziele angreife. Die Terrororganisation habe den Waffenstillstand genutzt, um sich neue Waffen zu besorgen und Israel erneut mit Raketen zu beschießen.

Derzeit befinden sich noch 59 Geiseln im Gazastreifen. 35 von ihnen sind offenbar tot. Die Verschleppten würden unter Verletzung des internationalen Rechts misshandelt, so die Note. Deshalb halte es der israelische Staat »für seine moralische und ethische Pflicht, sie nach Hause zu bringen.« Zur humanitären Notlage heißt es in dem Text: »Es gibt keinen Mangel an Hilfslieferungen.« Vielmehr stehle die Hamas die humanitäre Hilfe und ernähre damit ihre Kämpfer, während die Zivilisten hungerten.

Israel bleibe entschlossen, weiter alles zu tun, um die Freilassung der Geiseln und die Zerstörung der Machtstrukturen und der militärischen Kapazitäten der Hamas zu erreichen. Das Ziel sei es, die terroristische Bedrohung aus dem Gazastreifen zu beseitigen. kna

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump reklamiert Anteil an Netanjahus überraschend starkem Wahlergebnis

»Als meine Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen«, sagt der amerikanische Präsident

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026