Berlin

Israel-Hasser planen Demo in Neukölln

Am Samstagabend feierten rund 50 Menschen in Neukölln die Terror-Angriffe der Hamas gegen Israel Foto: picture alliance/dpa

Nach den Jubel-Demos über den Terror der Hamas soll am Mittwoch in Berlin schon wieder ein antisemitischer Protest stattfinden. Der Veranstalter ist eine Privatperson, die schon öfter zu ähnlichen Kundgebungen aufgerufen hat, teilte die Polizei der »Berliner Morgenpost« mit. Der Zeitung zufolge seien einige Unterstützer schon bei anderen Protesten gewaltbereit aufgetreten.

Samidoun verteilte Süßigkeiten

Zu den Unterstützern der Veranstaltung gehört auch der antisemitische Verein Samidoun, der als Vorfeldorganisation der Terror-Gruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas gilt. Die Anti-Israel-Aktivisten verteilten am Wochenende auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln Baklava, um die Ermordung Hunderter Israelis zu feiern. Samidoun bezeichnete den Terror als »Sieg des Widerstandes«.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) verurteilte die Aktion. Wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass Hass und Hetze verbreitet würden, »dann werden wir das auch zur Grundlage machen für Ausweisung, wenn es rechtlich möglich ist«, kündigte sie an. Die Polizei stellte außerdem Strafanzeige.

Am Mittwoch sollte am Brandenburger Tor eigentlich auch eine »Solidaritätskundgebung« für in Israel inhaftierte Palästinenser stattfinden. Die Veranstaltung wurde vom Anmelder allerdings wieder zurückgezogen. nko

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Zweite Anklage wegen Mordversuchs am Holocaust-Mahnmal

Khalaf A. habe mit dem bereits im März wegen des Mordversuchs verurteilten Wassim Al M. in Kontakt gestanden und diesen ermutigt, sein Vorhaben umzusetzen, hieß es

 09.09.2026

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Iran

Kamran Hekmati in Teheran aus dem Gefängnis entlassen

Der 71-jährige iranisch-amerikanische Jude kommt nach einjähriger Haft wegen einer Reise nach Israel frei, darf das Land aber weiterhin nicht verlassen

 09.09.2026

Bundestag

Merz wirft AfD Pläne für »ethnische Säuberungen« vor

Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt gibt sich Bundeskanzler Merz kämpferisch gegenüber der Partei. Bei der Generaldebatte im Bundestag wirft er ihr vor, mit ihren migrationspolitischen Positionen das Land zu spalten

 09.09.2026

Fußball

»Für Juden spielen wir nicht«

Beim Oberliga-Verein Tennis Borussia Berlin soll es zu antisemitischen Anfeindungen gegen den jüdischen Vorstandsvorsitzenden Ariel Gala gekommen sein – aus der eigenen Jugendabteilung

 09.09.2026

Max Privorozki

»Ich werde Halle nicht verlassen, solange wir in einer freien Gesellschaft leben«

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht der Gemeindevorsitzende über Wahlergebnisse, Prognosen und die Aufgabe der Gesellschaft

 09.09.2026