Berlin

Israel-Hasser planen Demo in Neukölln

Am Samstagabend feierten rund 50 Menschen in Neukölln die Terror-Angriffe der Hamas gegen Israel Foto: picture alliance/dpa

Nach den Jubel-Demos über den Terror der Hamas soll am Mittwoch in Berlin schon wieder ein antisemitischer Protest stattfinden. Der Veranstalter ist eine Privatperson, die schon öfter zu ähnlichen Kundgebungen aufgerufen hat, teilte die Polizei der »Berliner Morgenpost« mit. Der Zeitung zufolge seien einige Unterstützer schon bei anderen Protesten gewaltbereit aufgetreten.

Samidoun verteilte Süßigkeiten

Zu den Unterstützern der Veranstaltung gehört auch der antisemitische Verein Samidoun, der als Vorfeldorganisation der Terror-Gruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas gilt. Die Anti-Israel-Aktivisten verteilten am Wochenende auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln Baklava, um die Ermordung Hunderter Israelis zu feiern. Samidoun bezeichnete den Terror als »Sieg des Widerstandes«.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) verurteilte die Aktion. Wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass Hass und Hetze verbreitet würden, »dann werden wir das auch zur Grundlage machen für Ausweisung, wenn es rechtlich möglich ist«, kündigte sie an. Die Polizei stellte außerdem Strafanzeige.

Am Mittwoch sollte am Brandenburger Tor eigentlich auch eine »Solidaritätskundgebung« für in Israel inhaftierte Palästinenser stattfinden. Die Veranstaltung wurde vom Anmelder allerdings wieder zurückgezogen. nko

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem nationalislamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026

Nahost

US-Militär meldet Angriffe auf Ziele im Iran

USA reagieren auf Beschuss von Schiffen in der Straße von Hormus

 08.07.2026 Aktualisiert

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026

Nahost

Schon wieder Tanker in der Straße von Hormus beschossen

Viele Details gibt es zunächst nicht. Klar ist: Normal befahrbar ist die Straße von Hormus noch immer nicht

 07.07.2026

Berlin

Antisemitischer Pöbler soll radikaler Palästina-Aktivist sein

Am Samstag beschimpfte ein Mann ein Pärchen mit Kind mit den Worten »Fuck Jews«. Jetzt stellt sich heraus: Der Täter hat eine politisch bewegte Vergangenheit

 07.07.2026

Frankreich

Präsidentschaftskandidatin mit Fußfessel?

Ein Gericht hat die Gründerin des Rassemblement National wegen massiver Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt. Sich für die Nachfolge von Emmanuel Macron bewerben darf Marine Le Pen dennoch - mit einer wichtigen Einschränkung

 07.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Straßburg

Parteienfamilie der AfD auf EU-Ebene kommt auf den Prüfstand

Die rechte Parteienfamilie Europa der souveränen Nationen (ESN) steht im Visier der Aufsichtsbehörde. Es geht um mögliche Verstöße gegen Kernwerte der EU. Auf dem Spiel stehen Fördermittel

von Valeria Nickel  07.07.2026