Teheran

Iran sagt antisemitische Al-Quds-Demos wegen Corona ab

»Al-Quds-Tag« in Teheran 2019: Verbrennung der israelischen Fahne Foto: imago images / ZUMA Press

Die jährlichen Demonstrationen im Iran gegen Israel am sogenannten Al-Quds-Tag sind auch in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt worden. »Wegen der neuen Corona-Welle im Land wird es auch dieses Jahr keine Quds-Kundgebungen geben, auch nicht in Form von Autokorsos«, sagte der Vizechef des islamischen Propagandabüros, Nossratollah Lotfi, der Nachrichtenagentur Fars am Dienstag.

Auch 2020 war die antisemitische Veranstaltung, die zu den wichtigsten politischen Kundgebungen des Landes gehört, wegen der Corona-Krise abgesagt worden.

Wegen der rasant steigenden Zahlen der Neuinfektionen und Corona-Toten im Iran hat die Regierung seit letzter Woche landesweit einen strengen Lockdown verhängt. Sogar das iranische Parlament muss seine Arbeit vorübergehend einstellen.

Pro Tag werden um die 400 Tote und mehr als 22.000 Neuinfektionen registriert. Damit ist seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land auf mehr als 67.000 gestiegen, die der mit dem Virus infizierten auf fast 2,3 Millionen.

Der »Al-Quds-Tag« wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen. Traditionell wird an diesem Tag am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan auf den Straßen zur »Befreiung« Jerusalem und zur Auslöschung des jüdischen Staates Israel aufgerufen. ja/dpa

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