Dresden

Holocaust-Leugner zu Geldstrafe verurteilt

Amtsgericht Dresden Foto: imago images/xcitepress

Der mehrfach verurteilte Neonazi und Holocaust-Leugner Gerhard Ittner ist am Mittwoch vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von 5100 Euro verurteilt worden.

Ittner hatte im Februar 2017 eine Demonstration in Dresden geleitet, bei der sowohl er als auch zwei weitere Rechtsextremisten mehrfach den Massenmord an den europäischen Juden geleugnet beziehungsweise verharmlost hatten. Anlass war der 72. Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg.

volksverhetzung Ittner war im Sommer 2017 per Strafbefehl wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die er nicht akzeptierte. Anfang September dieses Jahres begann die Hauptverhandlung, in der Ittner lautstark gegen die Strafe protestierte. Am Mittwoch fehlte der 62-Jährige aus Nürnberg unentschuldigt, woraufhin der Richter den Einspruch verwarf.

Gerhard Ittner wurde wegen Holocaust-Leugnens schon mehrfach zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt. Zuletzt erhielt er im November 2015 in Nürnberg eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten – ohne Bewährung. dpa

Washington

Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

Während sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA zuletzt zugespitzt haben, setzen die USA weiter auf eine Verhandlungslösung mit Teheran. Nun äußert sich der US-Außenminister dazu

 08.05.2026

Meinung

»Boykottlisten« gegen »Zionisten«? Die 30er-Jahre lassen grüßen

Streit um eine Palästina-Halskette: Was wirklich im Berliner Café »The Barn« passierte, was das Café »Acid« damit zu tun hat und welche Rolle die Lokalpresse spielt

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026

Essay

Wenn meine Töchter mich fragen

Am 8. Mai 1945 wurde der NS-Staat besiegt, aber nicht das Denken, das ihn ermöglicht hat. Der Hass wächst heute wieder. Werde ich meinen Kindern einmal sagen können, dass ich nicht geschwiegen, sondern widersprochen habe?

von Andreas Albrecht  08.05.2026

Initiative

Antisemitismusbeauftragter Klein begrüßt Gesetzentwürfe im Bundesrat

Im Bundesrat geht es an diesem Freitag um den Handel mit Nazi-Opfer-Gegenständen und um das Leugnen des Existenzrechts Israels. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein begrüßt die Vorstöße

von Anita Hirschbeck  08.05.2026

Meinung

Der »Tag des Sieges« und der Krieg heute

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges müssen wir die Geschichte neu aufrollen und hinterfragen, wie wir mit dem stets pompös begangenen 9. Mai umgehen sollen

von Irina Bondas  08.05.2026

Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist schlecht

 08.05.2026

Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Nach dem tödlichen Angriff in Colorado auf eine Solidaritätskundgebung für israelische Geiseln droht dem mutmaßlichen Täter nach seinem Geständnis nun lebenslange Haft

 08.05.2026

Washington D.C.

USA laden Israel und Libanon zu neuer Gesprächsrunde ein

Nach israelischen Angaben soll es bei den Treffen unter anderem um konkrete Schritte zur Entwaffnung der Hisbollah gehen

 08.05.2026