Einspruch

Warum die Hilfe der Bundeswehr ein Segen ist

Michael Wolffsohn Foto: Uwe Steinert

Wer sich nicht helfen lässt, dem ist nicht mehr zu helfen. Das gilt nicht zuletzt für diejenigen Bundesdeutschen, die sich aus ideologischer Verbohrtheit selbst in Notfällen, wie auch jetzt in der Corona-Pandemie, nicht von Bundeswehrsoldaten helfen lassen wollen. Seien es auch noch so hilfsbereite männliche oder weibliche Soldaten, die dabei ihre eigene Gesundheit gefährden, um bei ihren Mitmenschen Gesundheitsgefahren zu verringern und zu verhindern.

Einwenden könnte man, dass diese Hilfe auf militärischen Befehl erfolge. In nichts unterscheidet sich ein solcher Befehl von einer zivilen Dienstanweisung im Angestelltenverhältnis. In beiden Fällen führt ein Nichtbefolgen zu Konsequenzen. Im Allgemeinen.

hilfsbereitschaft Sicher nicht in diesem besonderen Fall, denn unzumutbaren, weil hochriskanten Anordnungen kann widersprochen werden. Meist folgenlos. Im militärischen ebenso wie im zivilen Rahmen. Folglich ist die soldatische Hilfsbereitschaft ein echter Akt der Mitmenschlichkeit und, sagen wir es ruhig pathetisch, Nächstenliebe. Mit oder ohne alt- und neutestamentlichen Bezug.

Nicht an ihren Worten sind echte Friedensfreunde zu erkennen, sondern an ihren Taten.

Dagegen vergelten jene Hilfsverweigerer Nächstenliebe mit blindem Hass. Sie reden vom Frieden und säen Hass. Hass führt im Innern zu schweren Konflikten und im äußersten Falle zu Bürgerkriegen. Im Äußeren und Äußersten führt Hass zu Kriegen.

Nicht an ihren Worten sind echte Friedensfreunde zu erkennen, sondern an ihren Taten. Gerade in einer jüdischen Wochenzeitung darf man besten Gewissens jene »christlichen Mitbürger«, auch die nenn- und ex-christlichen, an das Neue Testament erinnern, Matthäus 7,15: »Seid auf der Hut vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig sind sie reißende Wölfe.«
Gewiss sind die meisten keine reißenden Wölfe. Doch wissen sie, was sie tun?

Der Autor ist Historiker und Publizist. Er lehrte von 1981 bis 2012 an der Universität der Bundeswehr München.

Washington

Weißes Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule im Iran

Im Iran-Krieg wurden offenbar viele Schülerinnen getötet. Immer noch ist offiziell unklar, wer dafür verantwortlich ist. Das Weiße Haus verspricht Transparenz

 10.03.2026

Krieg

Reiseverband: Bald Ausreise aller Gäste aus Golfregion

Noch immer sitzen viele Urlauber infolge des Iran-Kriegs in der Golfregion fest. Reiseveranstalter arbeiten daran, sie trotz gesperrter Lufträume nach Hause zu bringen

 10.03.2026

Wiesbaden

Inflation unter zwei Prozent – aber Sorgen wegen Iran-Kriegs

Die Inflation in Deutschland fällt im Februar auf 1,9 Prozent. Der Iran-Krieg könnte die Preise aber wieder anheizen

 10.03.2026

Berlin

Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende

Der Kanzler verschärft erneut seine Tonlage und richtet mahnende Worte an zwei wichtige Partnerländer

 10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Celle

Mehr als sechs Jahre Haft für Drohnenteile an Hisbollah

Ein Gericht schickt einen Mann wegen Beihilfe zum versuchten Mord und Unterstützung der Hisbollah ins Gefängnis

 10.03.2026

Washington D.C.

Trump über Chamenei-Sohn: »Wird nicht in Frieden leben«

Im Iran hat ein neues Oberhaupt übernommen. US-Präsident Trump spricht nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei von einem großen Fehler. Und macht düstere Andeutungen

 10.03.2026

Münster

Urteil: Keine Bundesmittel für AfD-nahe Stiftung für 2021

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung erhält auch für 2021 keine Mittel vom Bund. Grund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2023

 10.03.2026

Nahost

Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Eine neue Attacke in Jordanien traf auch den von deutschen Soldaten genutzten Bereich. Die Bundeswehr prüft noch, was genau einschlug. Die Soldaten sind in Sicherheit

 10.03.2026