Saarland

Grundgesetzänderung zum Schutz jüdischen Lebens gefordert

Der Landtag des Saarlandes Foto: picture alliance/dpa

Das Grundgesetz soll nach dem Willen des Saarlandes geändert werden und künftig eine Passage gegen Antisemitismus beinhalten. Das hat der saarländische Landtag am Mittwoch anlässlich einer Debatte zu 75 Jahren Grundgesetz beschlossen. »Es ist unerträglich, wenn Jüdinnen und Juden sich auf deutschem Boden nicht mehr sicher fühlen«, begründete Kira Braun (SPD) den Antrag ihrer Fraktion.

Mit Stimmenmehrheit der allein regierenden SPD wurde der Antrag »75 Jahre Grundgesetz: Freiheit und Demokratie verteidigen. Die offene Gesellschaft schützen« angenommen. Die Bundesregierung wird somit vom Landtag aufgefordert, »eine Grundgesetzänderung anzustreben, um eine Anti-Antisemitismusklausel in das Grundgesetz aufzunehmen«.

Die CDU-Opposition äußerte in Teilen Verständnis für das Anliegen. »Wir dürfen den Rechtsextremismus in Deutschland nie wieder und niemals unterschätzen«, sagte der Fraktionsvorsitzende Stephan Toscani. Er kritisierte, dass Gefahren durch Islamismus und Linksextremismus nicht ausreichend berücksichtigt seien. Die CDU brachte einen eigenen Antrag ein, der keine Mehrheit fand. Die AfD votierte gegen beide Anträge.

Ursprünglich hatten sich die Fraktionen von SPD und CDU Anfang des Jahres 2024 gemeinsam dafür ausgesprochen, den Schutz vor Antisemitismus als Staatsziel in der saarländischen Verfassung festzuschreiben. Im Rahmen der damaligen Landesverfassungsänderung wurde im Februar der Begriff »Rasse« gestrichen und als neue Staatsziele das Prinzip der Nachhaltigkeit und die Förderung des Ehrenamts in die Landesverfassung aufgenommen. kna

Paris, Frankreich mit Eiffelturm

Paris

Flüchtling aus Deutschland in Frankreich als IS-Kämpfer angeklagt

In der französischen Hauptstadt hat der Berufungsprozess gegen einen Syrer begonnen, der eine leitende Rolle in der Terrororganisation »Islamischer Staat« gehabt haben soll

 28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Berlin

Linksjugend: Polizei ist »krimineller Clan«

»Wenn die Presse uns erzählt, in Berlin gebe es ein Problem mit bewaffneten Clans, sind das die, die mit hellen Handschuhen und Knüppeln heute in den Schulstreik hineingerannt sind«, sagt eine Sprecherin

 28.09.2026

Offener Brief

Mehr als 6000 Unterzeichner weisen Vorwurf des Völkermords gegen Israel zurück

»Wir, die Unterzeichner, sind empört und angewidert über die jüngste Blutverleumdung gegen das jüdische Volk: die Lüge, dass Israel in Gaza einen ›Genozid‹ begangen habe«, heißt es in dem Schreiben

 28.09.2026

Berlin

Linken-Chef sieht seine Partei »ganz klar an der Seite jüdischer Menschen«

Nach ihrem Wahlsieg in Berlin strebt die Linke eine Regierungsbildung an. Der Bundesvorsitzende Luigi Pantisano widersprach nun Anschuldigungen, die Partei sei antisemitisch

 28.09.2026

Liverpool

Dutzende Festnahmen bei Solidaritätsaktion für Palestine Action

Am Rande des Labour-Parteitags im nordenglischen Liverpool haben mehr als 250 Menschen gegen das Verbot der als Terrorgruppe eingestuften Organisation demonstriert

 28.09.2026

Berlin

»Die Berliner Linkspartei pflegt einen verstörend engen Kontakt zu Judenhassern«

Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnt die Grünen und die SPD vor einer Regierungszusammenarbeit mit der Berliner Linken

 28.09.2026

Berlin

Streit über Antisemitismusvorwurf: Linke zeigt Dobrindt an

Der Bundesinnenminister kommentiert in der Sendung »Maybrit Illner« einen Versprecher der Moderatorin über die Berliner Linke Elif Eralp. Die sieht Anlass für eine Strafanzeige

 28.09.2026

London

Reporter oder doch Terroristen? BBC prüft Liste in Gaza getöteter Journalisten

Konkret geht es um 53 Personen, bei denen Verbindungen zu palästinensischen Terrororganisationen festgestellt wurden

 28.09.2026