Ausgerechnet am 7. Oktober

Greta Thunberg marschiert mit Terror-Unterstützern und Israelfeinden

Greta Thunberg am Mittwochabend bei einer israelfeindlichen Demo in Berlin Foto: picture alliance/dpa

Am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel haben in Berlin einige hundert Menschen für Palästina und gegen den Krieg im Gazastreifen demonstriert. Dabei wurde auch zum Terror gegen Israel aufgerufen. Die überwiegend jungen Frauen und Männer versammelten sich am Abend in Kreuzberg auf dem Oranienplatz und zeigten palästinensische Fahnen und Transparente. Polizeisprecher Florian Nath sprach zunächst von 700 Teilnehmern. Unter ihnen war auch die schwedische Anti-Israel-Aktivistin Greta Thunberg.

Dann zogen die Demonstranten durch Kreuzberg - bis die Polizei die Demo »wegen wiederholt zahlreicher Verstöße gegen die Auflagen und erheblicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit« beendete.

»Viva, viva Palästina«

Bei der Demonstration riefen die Teilnehmer in Sprechchören etwa: »Viva, viva Palästina« oder »There is only one solution. Intifada Revolution«. Ein Aufruf zur Gewalt gegen Zivilisten, denn: Bei der ersten und zweiten Intifada (1987 bis 1993, bzw. 2000-2005) kämpften mehrere palästinensische Terrororganisation gegen die israelische Besatzung des Gazastreifens und des Westjordanlands. Dabei schreckten die Terroristen auch nicht vor Messerattacken auf Unschuldige und Selbstmordattentaten in Bussen, Cafés und Restaurants zurück.

Auf einem großen Plakat stand »One genocide does not justify another« (Deutsch: Ein Genozid rechtfertigt nicht den anderen). Die Polizei begleitete den Zug an allen Seiten.

Lesen Sie auch

Polizisten attackiert

Am späteren Abend stoppte die Polizei die Demonstration. Nath erklärte, es habe aus dem Demonstrationszug Straftaten gegen Polizisten gegeben wie Schubsen und Tritte, vereinzelt auch Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Die Beamten nahmen mehr als zehn Menschen fest - wegen des Verwendens verbotener Kennzeichen, etwa von Symbolen der Terrororganisation Hamas.

Auch Demo mit Israel-Fahnen

Zu Beginn der Demo stand auf der anderen Seite der Straße ein Dutzend Menschen mit israelischen Fahnen. Ein Demonstrant trug ein Transparent mit der Aufschrift »Schämt euch«. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot am Startpunkt der Demonstration, die zum Hermannplatz in Neukölln ziehen sollte, vertreten.

Bei dem Massaker der Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte darauf mit einer militärischen Offensive im Gazastreifen. Sie führte zu einem langanhaltenden Krieg, bei dem zehntausende Menschen getötet wurden. dpa/ja

Berlin

Julia Klöckner ruft zum Kampf gegen Antisemitismus auf

Die Bundestagspräsidentin erinnert an die Opfer des 7. Oktober 2023 in Israel. Ihre Botschaft: Antisemiten müssten in die Schranken gewiesen werden

 07.10.2026

Bettina König (SPD), Kerstin Wolter (Die Linke) und Nina Stahr (Grüne, v.l.) vor dem ersten Vorsondierungsgespräch, 1. Oktober

Nach der Wahl

Linke, Grüne und SPD in Berlin beraten über Umgang mit Antisemitismus

Die Regierungsbildung ist noch nicht richtig in Gang gekommen. Nun treffen sich Linke, Grüne und SPD zu einem dritten Vorgespräch – an einem historischen Tag. Prominente warnen vor Rot-Grün-Rot

 07.10.2026

Meinung

Magdeburg: Versagen der Demokraten

Nach der Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt: Wie der Vormarsch der Rechtsextremen weitergeht, hängt auch von den demokratischen Parteien ab. Jetzt wären Zusammenhalt, Disziplin und Führung gefragt

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  07.10.2026

Islamismus

Studie: Nach Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg verlagern sich Netzwerke nach Frankfurt

Einer neuen Untersuchung von American Jewish Committee Berlin und democ zufolge bestehen die Strukturen des vom Iran gesponserten schiitischen Islamismus in Deutschland fort

 07.10.2026

Berlin

Fischer, Thierse, Altmaier – Prominente warnen vor Rot-Grün-Rot

Frühere Spitzenpolitiker von SPD, Grünen und CDU wenden sich gegen eine Koalition mit der Linkspartei in der Hauptstadt. Sie sähen gemeinsame Grundüberzeugungen zu Rechtsstaat und Demokratie nicht gesichert, heißt es in einem Appell

 07.10.2026

Berlin

Initiative von Jüdinnen und Juden wendet sich gegen Koalition mit der Linken

Mit einem offenen Brief an Vertreter von SPD und Grünen in Berlin und auf Bundesebene sowie ihre Fraktionsmitglieder warnen die Unterzeichnenden vor einer Regierung mit der Linkspartei in der Hauptstadt

 07.10.2026

Justiz

Fast 12.500 Strafverfahren zum Nahost-Konflikt in Berlin

Seit dem Terrorangriff auf Israel hat der Antisemitismus zugenommen. Keine Woche vergeht in Berlin ohne Demonstrationen zum Gaza-Krieg. Wie aufgeheizt die Stimmung ist, zeigen auch Zahlen der Justiz

 07.10.2026

Antisemitismus

Nach Angriff auf jüdischen Mann in Düsseldorf: Verdächtige ermittelt

Eine Woche nach dem Angriff auf einen deutschen Juden am Rheinufer in Düsseldorf hat die Polizei nun zwei Tatverdächtige ermittelt. Was bislang bekannt ist

 07.10.2026