Am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel haben in Berlin einige hundert Menschen für Palästina und gegen den Krieg im Gazastreifen demonstriert. Dabei wurde auch zum Terror gegen Israel aufgerufen. Die überwiegend jungen Frauen und Männer versammelten sich am Abend in Kreuzberg auf dem Oranienplatz und zeigten palästinensische Fahnen und Transparente. Polizeisprecher Florian Nath sprach zunächst von 700 Teilnehmern. Unter ihnen war auch die schwedische Anti-Israel-Aktivistin Greta Thunberg.
Dann zogen die Demonstranten durch Kreuzberg - bis die Polizei die Demo »wegen wiederholt zahlreicher Verstöße gegen die Auflagen und erheblicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit« beendete.
»Viva, viva Palästina«
Bei der Demonstration riefen die Teilnehmer in Sprechchören etwa: »Viva, viva Palästina« oder »There is only one solution. Intifada Revolution«. Ein Aufruf zur Gewalt gegen Zivilisten, denn: Bei der ersten und zweiten Intifada (1987 bis 1993, bzw. 2000-2005) kämpften mehrere palästinensische Terrororganisation gegen die israelische Besatzung des Gazastreifens und des Westjordanlands. Dabei schreckten die Terroristen auch nicht vor Messerattacken auf Unschuldige und Selbstmordattentaten in Bussen, Cafés und Restaurants zurück.
Auf einem großen Plakat stand »One genocide does not justify another« (Deutsch: Ein Genozid rechtfertigt nicht den anderen). Die Polizei begleitete den Zug an allen Seiten.
Polizisten attackiert
Am späteren Abend stoppte die Polizei die Demonstration. Nath erklärte, es habe aus dem Demonstrationszug Straftaten gegen Polizisten gegeben wie Schubsen und Tritte, vereinzelt auch Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Die Beamten nahmen mehr als zehn Menschen fest - wegen des Verwendens verbotener Kennzeichen, etwa von Symbolen der Terrororganisation Hamas.
Auch Demo mit Israel-Fahnen
Zu Beginn der Demo stand auf der anderen Seite der Straße ein Dutzend Menschen mit israelischen Fahnen. Ein Demonstrant trug ein Transparent mit der Aufschrift »Schämt euch«. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot am Startpunkt der Demonstration, die zum Hermannplatz in Neukölln ziehen sollte, vertreten.
Bei dem Massaker der Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte darauf mit einer militärischen Offensive im Gazastreifen. Sie führte zu einem langanhaltenden Krieg, bei dem zehntausende Menschen getötet wurden. dpa/ja
