Nahost

Galiläa: Frau bei Raketenangriff der Hisbollah getötet

Sicherheitskräfte inspizieren Schäden in Bnei Brak, die beim Einschlag einer iranischen Rakete angerichtet wurden. Foto: copyright (c) Flash90 2026

In der vergangenen Nacht ist es erneut zu massiven Angriffen aus dem Iran und dem Libanon auf Israel gekommen. Die Zahl der Opfer steigt.

Im Norden Israels wurde am Dienstagabend eine 27-jährige Frau bei einem Raketenangriff der Hisbollah getötet. Die Raketen trafen den Raum Rosh Pina in Galiläa. Nach Angaben von Rettungskräften wurde die Frau, Nuriel Dubin, durch Splitter schwer verletzt und starb noch am Einschlagsort. Die Publikation »Times of Israel« berichtete.

Die Zeitung zitierte einen Sanitäter vor Ort: »Wir kamen an einen schwierigen Einsatzort. In einem Straßengraben sahen wir eine bewusstlose Frau mit schweren Splitterverletzungen.« Trotz sofortiger Hilfe habe es »keine Lebenszeichen« mehr gegeben.

Zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt. Die Hisbollah setzte ihre Angriffe fort und feuerte erneut Dutzende Raketen sowie Drohnen auf den Norden Israels.

Raketen und Streumunition

Parallel dazu intensivierte der Iran seine Angriffe. Allein am Dienstag wurden mehr als ein Dutzend Raketensalven abgefeuert. In der Stadt Bnei Brak im Zentrum Israels schlug eine Rakete mit Streumunition ein und verletzte neun Menschen, darunter mehrere Kinder.

Auch in anderen Städten kam es zu Einschlägen und Schäden. Viele Verletzungen entstanden beim Versuch, Schutzräume zu erreichen oder durch Schockzustände.

Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn des Krieges Ende Februar 26 Menschen in Israel getötet und mehr als 5000 Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert. Die meisten Betroffenen erlitten leichte Verletzungen, doch auch schwere Fälle werden weiterhin gemeldet. Krankenhäuser arbeiten teilweise in improvisierten Einrichtungen, etwa in unterirdischen Parkhäusern.

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Israel weitet Angriffe aus

Die israelische Armee setzte ihre Offensive gegen Ziele im Iran und im Libanon fort. Nach Militärangaben wurden erneut zahlreiche Einrichtungen angegriffen, darunter Raketenstellungen, Produktionsanlagen und Kommandozentralen. In der Nähe von Isfahan wurde eine zentrale Anlage zur Herstellung von Sprengstoffen bombardiert. Zudem meldete das Militär gezielte Angriffe auf Infrastruktur in Teheran.

Im Libanon wurden mehrere Kämpfer der Hisbollah getötet, darunter eine Einheit für Panzerabwehrraketen. Auch ein Vertreter der iranischen Revolutionsgarden soll bei einem Angriff in Beirut ums Leben gekommen sein. Er habe laut Armeeangaben an der Planung von Anschlägen gearbeitet.

Auch in anderen Teilen der Region kommt es zu Zwischenfällen. So wurde ein Treibstofftank am Flughafen von Kuwait durch eine Drohne getroffen. In Bahrain kam laut Berichten ein »ausländischer Militärangehöriger« bei einem Angriff ums Leben.

Straße von Hormus im Fokus

Teheran signalisierte unterdessen, dass »nicht-feindliche Schiffe« die Straße von Hormus weiterhin passieren könnten – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen und in Abstimmung mit iranischen Behörden. Schiffe mit Bezug zu den USA oder Israel seien davon ausgenommen.

Die strategisch wichtige Meerenge ist für einen erheblichen Teil des weltweiten Öltransports entscheidend. Der Konflikt hat den Schiffsverkehr bereits massiv beeinträchtigt.

Nach israelischen Militärangaben feuert die Hisbollah seit Anfang März täglich im Schnitt rund 150 Raketen ab. Gleichzeitig meldet die Armee eine hohe Abfangquote bei iranischen Angriffen auf dicht besiedelte Gebiete. im

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