Meinung

Friede sei mit ihm

Der Friede Gottes sei mit jenen, die die Wahrheit lieben.» Mit diesem Satz endet die Rücktrittserklärung von Imam Sabahattin Türkyilmaz. Am Sonntag hat der umstrittene muslimische Geistliche alle Ämter in der Hazrat Fatima-Zehra-Gemeinde niedergelegt. Er sei Opfer einer «hasserfüllten Schmutzkampagne» geworden, in eine «Falle der Zionisten» getappt. Offensichtlich ist es nicht weit her mit Türkyilmaz’ Wahrheitsliebe. Deshalb Fakten: Der Hessische Rundfunk hatte vor Kurzem über seine Teilnahme an israelfeindlichen Demonstrationen berichtet. Auch eine im Internet veröffentlichte Predigt des Imams war bekannt geworden, in der es heißt: «Wenn die Muslime der Einladung des verstorbenen Imams Khomeini gefolgt wären, würde Palästina heute nicht mehr unter Besatzung und Unterdrückung leiden.» Das ist eine Predigt im Sinne des iranischen Revolutionsführers, der die Zerstörung Israels und die islamische Weltherrschaft zur Ideologie machte – aber keine im Sinne des Dialogs, für den Türkyilmaz nach eigenen Worten steht. Gut, dass er gegangen ist. Friede sei mit ihm. Mit Hasspredigern kann es keinen Dialog geben.

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

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Internationaler Strafgerichtshof

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Die Hintergründe

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Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

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Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

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Medien

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Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

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Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

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von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

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Yale-Umfrage

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