Meinung

Friede sei mit ihm

Der Friede Gottes sei mit jenen, die die Wahrheit lieben.» Mit diesem Satz endet die Rücktrittserklärung von Imam Sabahattin Türkyilmaz. Am Sonntag hat der umstrittene muslimische Geistliche alle Ämter in der Hazrat Fatima-Zehra-Gemeinde niedergelegt. Er sei Opfer einer «hasserfüllten Schmutzkampagne» geworden, in eine «Falle der Zionisten» getappt. Offensichtlich ist es nicht weit her mit Türkyilmaz’ Wahrheitsliebe. Deshalb Fakten: Der Hessische Rundfunk hatte vor Kurzem über seine Teilnahme an israelfeindlichen Demonstrationen berichtet. Auch eine im Internet veröffentlichte Predigt des Imams war bekannt geworden, in der es heißt: «Wenn die Muslime der Einladung des verstorbenen Imams Khomeini gefolgt wären, würde Palästina heute nicht mehr unter Besatzung und Unterdrückung leiden.» Das ist eine Predigt im Sinne des iranischen Revolutionsführers, der die Zerstörung Israels und die islamische Weltherrschaft zur Ideologie machte – aber keine im Sinne des Dialogs, für den Türkyilmaz nach eigenen Worten steht. Gut, dass er gegangen ist. Friede sei mit ihm. Mit Hasspredigern kann es keinen Dialog geben.

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

 30.10.2026

Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

Elif Eralp und der »Spiegel«: Alles nur eine böse rechte Kampagne!

Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin offenbart aus Versehen ihre Angst vor dem Umfeld der eigenen Partei – und entlarvt den Vorwurf, Opfer einer Kampagne zu sein

von Wiebke Hollersen  30.10.2026

Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

Thorsten Frei fordert Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit Linken

»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

Nach Eralp-Veröffentlichung: Jetzt meldet sich der »Spiegel« zu Wort

 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026