Social Media

Angriffe mit Giftgas durch Israel in Gaza? Ein Faktencheck

Syrer demonstrieren nach einer Giftgas-Attacke gegen Zivilisten gegen Machthaber Assad (2013). Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Warnung: Manche der in diesem Artikel verlinkten Seiten zeigen Opfer von Gewalt.

Vom Angriff der Hamas auf Israel haben Nutzer grausame Bilder in sozialen Netzwerken verbreitet. Ähnlich ist es nun nach den darauf folgenden Angriffen der israelischen Streitkräfte auf die Infrastruktur des Terrors im Gaza-Streifen. Darunter ist aber auch Material, das mit dem aktuellen Geschehen nichts zu tun hat.

Ein Beispiel ist ein Foto mit mehreren in weiße Tücher gewickelten Kinderleichen. »Eins von vielen Bildern, die uns nicht gezeigt werden«, steht in einem Facebookpost. Der Hashtag »#FreePalestine« legt nahe, es seien Kinder, die im aktuellen Konflikt getötet wurden - durch Angriffe der israelischen Armee. Die »Quelle ist Gaza!«, behaupten Nutzer entsprechend in den Kommentaren.

Das Foto ist allerdings von 2013 und zeigt zahlreichen Berichten zufolge Opfer eines Giftgaseinsatzes in Syrien.

Das Foto ist bereits 2013 von zahlreichen Medien veröffentlicht worden, etwa hierhierhier und hier. Es soll Opfer von Giftgasangriffen zeigen, die damals in Syrien durchgeführt wurden. Das Foto ist also definitiv vor 2023 erschienen und zeigt keine Opfer im Zusammenhang mit dem aktuellen Gaza-Krieg.

Der syrische Konflikt hatte 2011 mit Protesten gegen die Regierung von Bashar al-Assad begonnen. Nach der gewalttätigen Niederschlagung der Proteste brach ein blutiger Bürgerkrieg aus. Eine Untersuchung der Vereinten Nationen hat bestätigt, dass es am 21. August 2013 eine Gas-Attacke mit dem Gift Sarin auf Bewohner in der Region Ghuta gegeben hat. Die Opposition lastete die Attacke der Regierung an, die bestreitet ihre Verantwortung.

Links:

Post (archiviert)

Stockfoto (archiviert)

National Geographic (archiviert)

Daily Mail (archiviert)

Radio Free Europe (archiviert)

UN-Bericht zu Giftgaseinsatz in Syrien 2013 (archiviert)

Artikel bei »Al-Monitor« (archiviert)

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wahlkampf im Nordosten

Ex-CDU-Politiker Michel Friedman wirbt für die Grünen

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linke

Neue Umfrage sieht eine Partei wieder knapp in Führung

 17.09.2026

München

Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt

In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Karlsruhe

Iraker plante Anschlag in Bremen

Der 24-jährige Islamist soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor

 17.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

»Stimmen Sie gegen Antisemitismus!«

Die Vorsitzende der DIG Berlin Brandenburg, Cerstin Richter-Kotowski ruft Wähler dazu auf, Parteien zu wählen, die Judenhass bekämpfen

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken. Allerdings wird auch Kritik laut

von Leticia Witte  17.09.2026