Forderung

Filippo Grandi: Geld für UNRWA freigeben

Filippo Grandi (hier bei einem Besuch in Charkiw Anfang Januar) Foto: picture alliance / Photoshot

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat eine Wiederaufnahme der Zahlungen an das in der Kritik stehende UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) gefordert. »Je früher die Entscheidungen über die Fortsetzung oder Wiederaufnahme der Finanzierung getroffen werden, desto besser für das Leben von Millionen von Menschen«, sagte der Italiener der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Für die Menschen in Gaza sei die Situation verheerend. 

Die israelische Regierung bezichtigt UNRWA, in die Terroraktivitäten der Hamas verstrickt zu sein. Mehrere westliche Länder stellten deshalb vorübergehend die Zahlungen an das Hilfswerk ein, darunter die beiden größten Geldgeber, die USA und Deutschland.

Die UNRWA erfülle eine wichtige Aufgabe, die aus verschiedenen Gründen von niemandem sonst übernommen werden könne, schon gar nicht vom UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR, betonte Grandi, der von 2010 bis 2014 selbst Leiter des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge war. »Das UNRWA hat eine sehr spezifische Arbeitsweise, nicht nur im humanitären Bereich, sondern beim Betrieb von Schulen und Gesundheitszentren für Millionen von Palästinenser«. 

Israels Verteidigungsminister, Joav Galant, hatte die erhobenen Vorwürfe erst am Freitag bekräftigt. Demnach sind mehr als 30 UNRWA-Mitarbeiter am Massaker der Terrororganisation Hamas in Israel beteiligt gewesen. UN-Generalsekretär António Guterres versprach umfassende Aufklärung. Die Zusammenarbeit mit mehreren Angestellten sei beendet worden. dpa

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  24.09.2026

Berlin

Jüdische Sozialdemokraten gegen Koalition der SPD mit der Linken

»Schon längst werden wir nicht mehr nur von rechts bedroht«, schreibt Renée Röske, die Vorsitzende des Arbeitskreises

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

New York

Peseschkian vor der UNO: Iran will »Widerstand« fortsetzen

Der Präsident des Terror-Regimes in Teheran beklagt »Aggression und Ungerechtigkeit«. US-Außenminister Rubio kontert ihm

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026