Nürnberger Prozesse

Gedenkakt mit Bundespräsident Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Foto: dpa

Nürnberger Prozesse

Gedenkakt mit Bundespräsident Steinmeier

Vor 75 Jahren standen ranghohe Vertreter des NS-Staats für ihre Verbrechen vor einem internationalen Gericht

 19.11.2020 16:55 Uhr

Vor 75 Jahren begannen am 20. November die Nürnberger Prozesse. Im »Hauptkriegsverbrecherprozess« standen 24 ranghohe Vertreter des NS-Staats im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes vor Gericht.

Zum Jahrestag findet im historischen Saal 600 am Freitag, 20. November (19 Uhr) ein Gedenkakt statt. Ehrengast werde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sein. Wegen der Corona-Hygieneregeln kann die Veranstaltung nicht öffentlich stattfinden. Sie werde durch den Fernsehsender Phoenix übertragen.

festschrift Zum Jahrestag gibt das Museum Memorium Nürnberger Prozesse eine Festschrift heraus. Darin schreiben Autorinnen und Autoren aus den vier alliierten Staaten und Deutschland mit verschiedenen Interessenschwerpunkten und aus unterschiedlichen fachlichen Richtung über das historische Ereignis.

Im Fokus der reich bebilderten Betrachtungen steht der Nürnberger »Hauptkriegsverbrecherprozess« als bedeutende Leistung des Multilateralismus und das Potenzial der historischen Stätte als weltweit bedeutender Erinnerungs- und Lernort. Das Museum Memorium Nürnberger Prozesse selbst besteht 2020 seit zehn Jahren.

Bei den Nürnberger Prozessen standen erstmals in der Weltgeschichte führende Repräsentanten eines Staats für ihre Verbrechen vor einem internationalen Gericht. Das Militärgericht setzte sich aus Vertretern der vier alliierten Mächte zusammen. Der Prozess dauerte ein knappes Jahr bis zum 1. Oktober 1946 und endete mit zwölf Todesurteilen, drei lebenslangen sowie vier langjährigen Freiheitsstrafen und drei Freisprüchen. epd

Vermummte Menschen mit Holzlatten

Berlin

Antisemitismus-Streit in linkem Jugendzentrum eskaliert

In Berlin-Hellersdorf ist es am Wochenende zu gewalttätigen Auseinandersetzungen wegen konträrer Positionen zu Israel gekommen

 06.07.2026

Gaza

Hamas löst De-facto-Regierung im Gazastreifen auf

Die saudi-arabische Zeitung »Asharq Al-Awsat« schreibt unter Berufung auf Quellen innerhalb der Terrororganisation, dieser Schritt könnte den Weg für eine Übergangsverwaltung aus Fachleuten ebnen

 06.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

NGO Monitor wirft Ärzte ohne Grenzen tief verwurzelten Antisemitismus vor

Einem neuen Bericht zufolge erlebten zahlreiche jüdische Beschäftigte ein Arbeitsumfeld, in dem israelfeindliche Einstellungen weit verbreitet seien

 06.07.2026

USA

»Wir kommen zurück« – Wieso New Yorker Juden Deutsche werden

Mehr und mehr New Yorker Jüdinnen und Juden beantragen als Nachfahren von NS-Verfolgten die deutsche Staatsangehörigkeit. Viele sehen darin eine Rückkehr zu ihren Wurzeln – und auch eine Absicherung

von Anne Pollmann  06.07.2026

Jerusalem

Netanjahu widerspricht Vance: Israel hat »sehr viele Freunde«

Zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance behauptet, dass die USA der einzige internationale Verbündete Israels seien. Der israelische Präsident entgegnete, dass die internationalen Beziehungen des Landes deutlich besser seien, als es der öffentliche Eindruck vermuten lasse

 06.07.2026

Diplomatie

Streit mit der Türkei: Wadephul stellt sich an die Seite Israels

Außenminister Johann Wadephul hat Aussagen seines türkischen Amtskollegen Hakan Fidan als »vollkommen unangemessen« bezeichnet. Fidan hatte Israel ein »Problem für die Menschheit« genannt

 06.07.2026

Iran

Trauerzug mit Chameneis Leichnam führt durch Teheran

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden. Die Trauerfeiern sollen die Geschlossenheit des Regimes demonstrieren, zeigen aber auch, welcher politische Flügel ausgeschlossen wird

 06.07.2026

Debatte

Zentralrat der Juden positioniert sich zum Thema AfD-Verbot

 05.07.2026

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026