Abraham Geiger Kolleg

»Erstaunt über diesen Deal«

Das Abraham Geiger Kolleg Foto: Rolf Walter

Die Übertragung der Geschäftsanteile des Abraham-Geiger-Kollegs und des Zacharias-Frankel-Colleges an die Jüdische Gemeinde zu Berlin sei ohne Rücksprache mit den Studierenden, Beschäftigten oder den Zuwendungsgebern erfolgt.

»Wir sind erstaunt über diesen Deal, der uns keinen Schritt dabei weiterbringt, die liberale und konservative Rabbinerausbildung für die Zukunft zu sichern«, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme des Zentralrats der Juden.

Trägerschaft Der Zentralrat reagierte damit auf eine Mitteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, die am Mittwoch über die Übernahme der Trägerschaft für die Potsdamer Rabbinerschule informiert hatte. »Die nun gegebene Trägerstruktur ist in jedem Fall ungeeignet und nur ein weiterer Akt des von Walter Homolka und seiner Gefolgschaft inszeniertem Trauerspiels«, heißt es in der Stellungnahme des Zentralrats.

Ob die Rabbinerausbildung in Potsdam unter diesen Umständen überhaupt vom Zentralrat weiter gefördert werden könne, werde rechtlich zu prüfen sein.  Die Situation ändere nichts daran, dass sich die Stakeholder eine neue Struktur für die Rabbinerausbildung in Potsdam überlegen müssen.

»Eine trag- und förderfähige Struktur für die liberale und konservative Rabbinerausbildung in Potsdam wird derzeit von Herrn Prof. Gerhard Robbers entwickelt und im Folgenden mit den Zuwendungsgebern, den Studierenden und Beschäftigten beraten.«

Unterdessen haben Zentralratspräsident Josef Schuster und der Gemeindevorsitzende Gideon Joffe vereinbart, sich nach der Veröffentlichung des Gutachtens zusammenzusetzen und gemeinsam nächste Schritte zu beraten. ja

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Sachsen-Anhalt

So instrumentalisiert die AfD den Eklat von Halle

AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider geriert sich als Opfer »fanatisierter Studenten«. Eine Einordnung

von André Anchuelo  12.10.2026

Hintergrund

Katharina von Schnurbein wird neue Antisemitismusbeauftragte

Die EU-Antisemitismusbeauftragte wechselt von Brüssel nach Berlin und folgt auf Felix Klein. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Berlin

Merz fordert SPD und Grüne auf, nicht mit Linken zu koalieren

Gibt es in Berlin eine rot-rot-grüne Koalition? Der Kanzler appelliert an SPD und Grüne

 12.10.2026

Kommentar

Vereint unter dem Dach eines Rechtsextremen

Der Verleger Jürgen Elsässer hat die Fraktionen von AfD und BSW für ein Kennenlernen in sein Magdeburger TV-Studio eingeladen. Dabei soll es auch um eine strategische Zusammenarbeit gegangen sein

von Ralf Fischer  12.10.2026

Berlin

120 Linke kritisieren Antisemitismus-Papier

Linke, Grüne und SPD haben sich vor dem Beginn von Sondierungsgesprächen zum Vorgehen gegen Antisemitismus verständigt. Daran gibt es aus der Linke nun deutliche Kritik

 12.10.2026

Kommentar

Die Linke hat ihren eigenen Antisemitismus nicht verstanden

Nein, wir sind natürlich keine Antisemiten, schallt es aus der Linken, wir kritisieren nur die israelische Regierung! Diese Formel wird immer wieder als Rechtfertigung herausgeholt

von Frank Schmiechen  12.10.2026

Washington D.C.

21 US-Soldaten im Iran-Krieg gestorben

Die meisten US-Amerikaner sind nicht vom Krieg im Iran überzeugt. Eine Anpassung der Todeszahlen könnte den Unmut noch vergrößern

 12.10.2026

Kommentar

Mit schwerem Koffer zurück aus Berlin

Wie ein deutscher Holocaust-Überlebender auf die sich abzeichnende Koalition von SPD und Grünen mit Antisemiten, Terror-Relativierern und anderen Genozid-Schreiern blickt

von Roman Haller  11.10.2026