Synagoge Hannover

»Ein weiteres Zeichen für erstarkenden Judenhass«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: picture alliance/dpa

Synagoge Hannover

»Ein weiteres Zeichen für erstarkenden Judenhass«

Zentralratspräsident Josef Schuster verurteilt den Angriff auf das jüdische Gotteshaus an Jom Kippur

 06.10.2022 10:59 Uhr

Der Zentralrat der Juden hat sich entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf die Synagoge in Hannover an Jom Kippur geäußert. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte am Donnerstag: »Die jüdische Gemeinde in Deutschland ist schockiert über den Anschlag auf die Synagoge in der Haeckelstraße in Hannover am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.«

Unbekannte hatten am Mittwochabend nach Angaben der Gemeinde mit einem Stein oder einem anderen harten Gegenstand ein Fenster eingeworfen.

furcht Der Anschlag in Hannover wecke Erinnerungen an das Attentat von Halle am 9. Oktober 2019, so Schuster weiter: »Er ist ein weiteres Zeichen für den wiedererstarkten Judenhass in Deutschland in den letzten Monaten und Jahren und damit nicht zusammenhangslos. Ich verurteile ihn aufs Schärfste.« Dass Juden im Jahr 2022 in Deutschland nicht ohne Furcht zum Gebet gehen können, sei beschämend.

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Der Zentralratspräsident unterstrich: »Der Anschlag, kurz vor den Landtagswahlen in Niedersachsen, muss ein erneutes Signal an die Politik sein, den Kampf gegen Antisemitismus und Radikalismus jeder Art niemals zu vernachlässigen. Dazu gehört leider immer noch der Schutz jüdischer Einrichtungen.«

Offen sei die Frage, wie der oder die Täter auf das Gelände der Synagoge gelangen konnten. »Mut geben uns die vielen Solidaritätsbekundungen aus der Zivilgesellschaft und der staatlichen Institutionen«, sagte Josef Schuster. ja

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