Meinung

Ein Fall für das Bündnis

Die Umwälzungen in der arabischen Welt zeigen: Der Nahe Osten steht vor unruhigen Zeiten. Während im Libanon die vom Iran ferngesteuerte Hisbollah schleichend das Ruder übernimmt, bahnt sich woanders die Freiheit ihren Weg. Wer aber die Risiken dieses Prozesses für die Stabilität in der Region nicht sieht, ist blauäugig. Für Israel wird die Sicherheitslage schwieriger. Seine Feinde stehen vor der Haustür. Der jüdische Staat ist auf Verbündete angewiesen, die ihm Schutz und sichere Grenzen garantieren können. Seit Camp David 1979 war Ägypten ein verlässlicher Nachbar. Nun weiß noch niemand, wohin in Kairo die Reise geht. Die Populisten jedenfalls haben Witterung aufgenommen. Leider verfolgt auch die Türkei momentan die Strategie, Israels Position zu unterminieren, um sich in der islamischen Welt beliebter zu machen. Statt wohlfeiler Solidaritätsadressen für den jüdischen Staat, die nichts kosten, aber auch nicht viel helfen, sollten sich die Europäer deshalb einen Ruck geben und dem Staat einen Beitritt zur NATO anbieten.

Der Autor ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC).

Meinung

Notbremse gegen Antisemitismus

Die Hochschulleitungen müssen den Judenhass ihrer Mitarbeiter und Studierenden als das ernst nehmen, was er ist: eine Gefahr für jüdisches Leben in Deutschland

von Debora Eller  22.07.2026

Meinung

Herr Kretschmer, es gibt nichts mit der AfD zu bereden!

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stellt einmal mehr die Brandmauer in Frage und will »mit jedem reden, der reden will«. Doch reden muss man allenfalls mit den Wählern der AfD

von Michael Thaidigsmann  22.07.2026

Österreich

Hitlers Geburtshaus ist nun eine Polizeistation

1889 kam der spätere Diktator Adolf Hitler im österreichischen Braunau am Inn zur Welt. Das Gebäude wurde in der Vergangenheit immer wieder von Neonazis aufgesucht. Damit soll Schluss sein

von Matthias Röder  22.07.2026

Washington D.C.

Berichte: Trump genehmigt Atom-Deal mit Saudi-Arabien

Die Nachricht fällt mit der Eskalation des Iran-Krieges zusammen. Kritiker warnen vor einem atomaren Wettrüsten in der instabilen Region

 22.07.2026

Meinung

Es reicht!

Im Angesicht der brutalen und mutmaßlich antisemitisch motivierten Gewalttat bei Würzburg muss endlich über Verantwortlichkeiten geredet werden

von Volker Beck  22.07.2026

Berlin

Bericht des Jüdischen Forums: 329 antisemitische Vorfälle bei Demonstrationen

Als durchgängiges Motiv nennt der Bericht den Ruf nach einer »Globalisierung der Intifada«

 22.07.2026

Berlin

Dobrindt kündigt baldige Nachfolge für Antisemitismusbeauftragten Felix Klein an

Klein selbst spricht sich für eine nahtlose Übergabe aus

 22.07.2026

Würzburg

Schuster sorgt sich um Brandmauer gegen die AfD

Im September wird in Sachsen-Anhalt gewählt. In Umfragen ist die AfD mit Abstand stärkste Kraft. Der Präsident des Zentralrats der Juden blickt mit Sorge auf die CDU

 22.07.2026

Augsburg

Acht Monate Haft für antisemitischen TikTok-Kommentar

»Adi warum hast du nicht alles ein Ende gebracht« soll der Verurteilte unter einen Beitrag der »Tagesschau« geschrieben haben

 22.07.2026