Meinung

Ein Fall für das Bündnis

Die Umwälzungen in der arabischen Welt zeigen: Der Nahe Osten steht vor unruhigen Zeiten. Während im Libanon die vom Iran ferngesteuerte Hisbollah schleichend das Ruder übernimmt, bahnt sich woanders die Freiheit ihren Weg. Wer aber die Risiken dieses Prozesses für die Stabilität in der Region nicht sieht, ist blauäugig. Für Israel wird die Sicherheitslage schwieriger. Seine Feinde stehen vor der Haustür. Der jüdische Staat ist auf Verbündete angewiesen, die ihm Schutz und sichere Grenzen garantieren können. Seit Camp David 1979 war Ägypten ein verlässlicher Nachbar. Nun weiß noch niemand, wohin in Kairo die Reise geht. Die Populisten jedenfalls haben Witterung aufgenommen. Leider verfolgt auch die Türkei momentan die Strategie, Israels Position zu unterminieren, um sich in der islamischen Welt beliebter zu machen. Statt wohlfeiler Solidaritätsadressen für den jüdischen Staat, die nichts kosten, aber auch nicht viel helfen, sollten sich die Europäer deshalb einen Ruck geben und dem Staat einen Beitritt zur NATO anbieten.

Der Autor ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC).

San Francisco/New York

KI mit Elvis-Songs gefüttert: Millionenklage gegen Anthropic

»Return To Sender« und diverse weitere Lieder des King of Rock’n’ Roll sollen ohne Zustimmung ins KI-Training geflossen sein

 27.10.2026

Berlin

Medienberichte über Israel auf dem Prüfstand

Wie weit klaffen Berichterstattung und Realität auseinander? Darüber ist am Freitag ist ein ganztägiger »Fachaustausch« an der Technischen Universität geplant

 27.10.2026

Teheran

Irans Generation Z kämpft um ihre Zukunft

Sie sind 17, sprechen über Krieg und denken ans Auswandern. Darja und Negin gehören zu einer Generation, die den Iran verändert, aber an der eigenen Zukunft dort zweifelt

von Arne Bänsch  27.10.2026

Dementi

Trump bestreitet Gespräche über weitere Wahlempfehlung für Netanjahu

Hat Israels Ministerpräsident den amerikanischen Präsidenten um mehr Unterstützung im Wahlkampf gebeten oder nicht?

 27.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät zum wiederholten Mal über umstrittene Abgeordnete

Vanessa Emde steht wegen Äußerungen zu Israel und zum Nahost-Konflikt massiv in der Kritik

 27.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt heute über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  27.10.2026 Aktualisiert

Wilko Möller (AfD), Landtagsabgeordneter in Brandenburg, guckt nachdenklich

Rechtsextremismus

Urteil gegen AfD-Politiker wegen Wahlplakats rechtskräftig

Hat der AfD-Abgeordnete Wilko Möller mit einem »Hitlergruß« auf Plakaten Wahlkampf gemacht? Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte ihn zu einer Geldstrafe verurteilt. Dagegen legte der Politiker Revision ein – vergeblich

 26.10.2026

Leerer Klassenraum (Symbolbild)

Hessen

Strafverfahren gegen Lehrer wegen israelfeindlicher Posts eingestellt

Wegen Instagram-Beiträgen, die als »antisemitisch und israelfeindlich« eingestuft wurden, ist ein Gymnasiallehrer seit einem Jahr vom Dienst suspendiert. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung wurde nun eingestellt

 26.10.2026

Krieg

Selenskyj: Warten fast einen Monat auf Hegseth-Unterschrift

Der Ukraine mangelt es nach eigenen Angaben an Raketen zur Abwehr russischer Angriffe. Nun äußert Präsident Selenskyj Kritik am US-Verteidigungsminister Hegseth

 26.10.2026