Meinung

Ein Fall für das Bündnis

Die Umwälzungen in der arabischen Welt zeigen: Der Nahe Osten steht vor unruhigen Zeiten. Während im Libanon die vom Iran ferngesteuerte Hisbollah schleichend das Ruder übernimmt, bahnt sich woanders die Freiheit ihren Weg. Wer aber die Risiken dieses Prozesses für die Stabilität in der Region nicht sieht, ist blauäugig. Für Israel wird die Sicherheitslage schwieriger. Seine Feinde stehen vor der Haustür. Der jüdische Staat ist auf Verbündete angewiesen, die ihm Schutz und sichere Grenzen garantieren können. Seit Camp David 1979 war Ägypten ein verlässlicher Nachbar. Nun weiß noch niemand, wohin in Kairo die Reise geht. Die Populisten jedenfalls haben Witterung aufgenommen. Leider verfolgt auch die Türkei momentan die Strategie, Israels Position zu unterminieren, um sich in der islamischen Welt beliebter zu machen. Statt wohlfeiler Solidaritätsadressen für den jüdischen Staat, die nichts kosten, aber auch nicht viel helfen, sollten sich die Europäer deshalb einen Ruck geben und dem Staat einen Beitritt zur NATO anbieten.

Der Autor ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC).

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 08.10.2026

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026

Clan-Kontakte

Berliner SPD-Chef fordert Ausschluss von Ferat Koçak

Auch die Linken-Landesvorsitzende betonte, die Aufklärung sei noch nicht abgeschlossen

 08.10.2026

Kommentar

Allein mir fehlt der Glaube

Die Spitzen von Linken, Grünen und SPD in Berlin haben bei ihren Sondierungen in Berlin ein dreiseitiges Papier zur Bekämpfung von Antisemitismus vereinbart. Eine Einordnung

von Michael Thaidigsmann  08.10.2026

Washington D.C.

Medien: US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran

Seit Wochen gibt es im Krieg der USA gegen den Iran keine sichtbaren Fortschritte. Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen könnte US-Präsident Trump die Situation noch einmal eskalieren lassen

 08.10.2026

Gedenken

Litfaßsäulen in Berlin sollen an NS-Deportationen erinnern

Mehr 1000 jüdische Berlinerinnen und Berliner Juden wurden mit dem ersten sogenannten »Osttransport« aus der Hauptstadt deportiert. Eine neues Projekt soll an die Opfer des nationalsozialistischen Zivilisationsbruchs erinnern

 08.10.2026

7. Oktober

»Wir erinnern nicht schweigend«

Melody Sucharewitz über ihren Kampf gegen das Vergessen des 7. Oktober bei der Gedenkveranstaltung auf dem Bebelplatz in Berlin. Ihre Rede im Wortlaut

von Melody Sucharewicz  08.10.2026

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026