Meinung

Ein Fall für das Bündnis

Die Umwälzungen in der arabischen Welt zeigen: Der Nahe Osten steht vor unruhigen Zeiten. Während im Libanon die vom Iran ferngesteuerte Hisbollah schleichend das Ruder übernimmt, bahnt sich woanders die Freiheit ihren Weg. Wer aber die Risiken dieses Prozesses für die Stabilität in der Region nicht sieht, ist blauäugig. Für Israel wird die Sicherheitslage schwieriger. Seine Feinde stehen vor der Haustür. Der jüdische Staat ist auf Verbündete angewiesen, die ihm Schutz und sichere Grenzen garantieren können. Seit Camp David 1979 war Ägypten ein verlässlicher Nachbar. Nun weiß noch niemand, wohin in Kairo die Reise geht. Die Populisten jedenfalls haben Witterung aufgenommen. Leider verfolgt auch die Türkei momentan die Strategie, Israels Position zu unterminieren, um sich in der islamischen Welt beliebter zu machen. Statt wohlfeiler Solidaritätsadressen für den jüdischen Staat, die nichts kosten, aber auch nicht viel helfen, sollten sich die Europäer deshalb einen Ruck geben und dem Staat einen Beitritt zur NATO anbieten.

Der Autor ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC).

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026