Berlin

»Echte Bedrohung für jüdisches Leben«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes / ZR

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, ist erschüttert über die Nachricht des antisemitischen Angriffs auf einen israelischen Gastronomen in Berlin. »Diese abscheuliche Attacke macht erneut deutlich, dass Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und mittlerweile offen und unverblümt artikuliert wird«, sagte Schuster der Jüdischen Allgemeinen. »In der jüdischen Gemeinschaft besteht die Sorge, dass Antisemitismus zu einer echten Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland werden könnte.«

feinberg’s Am Dienstagnachmittag hatte ein 60‐jähriger Mann Yorai Feinberg minutenlang antisemitisch beschimpft. Feinberg stand vor seinem Restaurant in der Fuggerstraße in Berlin‐Schöneberg. Der Mann sagte unter anderem: »Du bist in meinem Land«, »Was wollt ihr hier nach ’45«, »Euch wollen wir hier nicht«, »2000 Jahre wollt ihr das nicht kapieren«.

Seine judenfeindlichen Beschimpfungen gipfelten in Bemerkungen wie »Du kriegst deine Rechnung in zehn Jahren, da lebst du nicht mehr« und »Niemand schützt euch« sowie der Drohung »Ihr werdet alle in den Gaskammern landen«.

Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung. ja

AfD

»Schritt in die richtige Richtung«

Zentralratspräsident Schuster begrüßt Entscheidung des Verfassungsschutzes, die Partei stärker ins Visier zu nehmen

 15.01.2019

Zentralrat

»BDS-Stoßrichtung ist antisemitisch«

Josef Schuster zur Diskussion um die Boykottbewegung und die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«

 15.01.2019

Extremismus

Schoa-Überlebende fordern Überwachung der AfD

Das Internationale Auschwitz Komitee wirft der Partei rechtspopulistische Hetze vor

 14.01.2019