Berlin

»Echte Bedrohung für jüdisches Leben«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes / ZR

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, ist erschüttert über die Nachricht des antisemitischen Angriffs auf einen israelischen Gastronomen in Berlin. »Diese abscheuliche Attacke macht erneut deutlich, dass Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und mittlerweile offen und unverblümt artikuliert wird«, sagte Schuster der Jüdischen Allgemeinen. »In der jüdischen Gemeinschaft besteht die Sorge, dass Antisemitismus zu einer echten Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland werden könnte.«

feinberg’s Am Dienstagnachmittag hatte ein 60‐jähriger Mann Yorai Feinberg minutenlang antisemitisch beschimpft. Feinberg stand vor seinem Restaurant in der Fuggerstraße in Berlin‐Schöneberg. Der Mann sagte unter anderem: »Du bist in meinem Land«, »Was wollt ihr hier nach ’45«, »Euch wollen wir hier nicht«, »2000 Jahre wollt ihr das nicht kapieren«.

Seine judenfeindlichen Beschimpfungen gipfelten in Bemerkungen wie »Du kriegst deine Rechnung in zehn Jahren, da lebst du nicht mehr« und »Niemand schützt euch« sowie der Drohung »Ihr werdet alle in den Gaskammern landen«.

Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung. ja

Ukraine

Selenskyjs Partei gewinnt laut Prognosen Parlamentswahl

Staatschef Wolodymyr Selenskyj liegt bei der vorgezogenen Abstimmung klar in Führung

von Andreas Stein, Claudia Thaler  21.07.2019

Replik

Späte Helden

Stauffenberg und die anderen Attentäter des 20. Juli werden zu Recht bis heute für ihren Mut verehrt. Die Kritik an ihnen ist selbstgerecht und wohlfeil

von Martin Schubert  21.07.2019

Meinung

Problematische Erinnerung

Warum die Glorifizierung von Claus Graf Schenk von Stauffenberg und den anderen Attentätern des 20. Juli so irritierend und unangemessen ist

von Ralf Balke  19.07.2019