Gedenkstätten

Dominique Boueilh wird Präsident des Comité International de Dachau

Kränze liegen am internationale Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Foto: picture alliance/dpa

Wechsel an der Spitze des Comité International de Dachau (CID): Dominique Boueilh hat den langjährigen CID-Präsidenten General Jean-Michel Thomas abgelöst.

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Der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, gratulierte Boueilh laut einer Mitteilung vom Freitag: »Die moralische Instanz des CID, verbunden mit seiner Tätigkeit im Stiftungsrat und seinem Engagement in der KZ-Gedenkstätte Dachau, ist für uns von großem Wert«, so Freller. »Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Dominique Boueilh, der sich bereits seit sehr vielen Jahren für gelebte Erinnerung international stark macht.«

Zusätzlich zu seiner neuen Position ist Boueilh auch Präsident der französischen Lagergemeinschaft des KZ Dachau (»Amicale française du camp de Dachau«) und Generalsekretär der »Union der französischen Verbände zur Erinnerung an die nationalsozialistischen Lager« (»Union des associations françaises de mémoire des camps nazis«), deren Gründungsmitglieder die französischen Vereine bzw. Lagergemeinschaften von Buchenwald, Dachau, Mauthausen, Neuengamme, Sachsenhausen und Ravensbrück sind.

Seit 15 Jahren ist Boueilh Mitglied des CID-Vorstands. Das CID lädt jedes Jahr zur Befreiungsfeier in die KZ-Gedenkstätte Dachau. Das KZ Dachau war am 29. April 1945 von der US-Armee befreit worden.

Bereits kurz nach seinem Amtsantritt am 25. Februar hatte Boueilh der KZ-Gedenkstätte Dachau einen offiziellen Besuch als CID-Präsident abgestattet. Dabei signalisierte er seine Unterstützung für eine Neukonzeption.

Dominique Boueilh arbeitete 40 Jahre lang bei Airbus Defence & Space. Sein Vater wurde im März 1944 im Alter von 18 Jahren von der Gestapo verhaftet und nach Dachau verschleppt. Dort wurde er am 29. April 1945 von den alliierten Streitkräften befreit.

Das Comité International de Dachau (CID) ist die Organisation der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau. Das Gremium setzte sich für die Gründung der KZ-Gedenkstätte ein, die 1965 eröffnet wurde. epd

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