Rosch Haschana

»Die Stimme erheben«

Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz Foto: dpa

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat zum Engagement gegen Antisemitismus aufgerufen. »Der Hass gegen Minderheiten ist eines der besorgniserregenden Phänomene der Gegenwart«, betonte der Kardinal am Mittwoch in seiner Grußbotschaft zum jüdischen Neujahrsfest. Antisemitismus sei ein Anschlag auf die moralischen Grundlagen des Zusammenlebens und die Menschenwürde.

aufgabe Der Erzbischof von München und Freising erklärte, es sei die Aufgabe aller, »die Stimme gegen Judenhass zu erheben«. Er zeigte sich bestürzt über antisemitische Vorfälle in Deutschland. »Wir mussten erleben, dass auf Demonstrationen judenfeindliche Parolen gegrölt, Anschläge auf Synagogen verübt und Juden angegriffen wurden.« Marx fügte hinzu: »Antisemitismus ist nicht nur ein Problem für die jüdische Gemeinschaft, er ist ein Problem für uns alle.«

Marx äußerte sich zudem besorgt über den Krieg in Israel und Gaza sowie über die Situation im Irak. Es schmerze ihn besonders, »dass Hass, Feindschaft und Terror sich in der Region austoben, in der die drei monotheistischen Religionen entstanden sind«, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz. In seinem Glückwunschschreiben an den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, wünschte Marx den Juden und ganz Israel Frieden für das neue Jahr. epd

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