Rosch Haschana

»Die Stimme erheben«

Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz Foto: dpa

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat zum Engagement gegen Antisemitismus aufgerufen. »Der Hass gegen Minderheiten ist eines der besorgniserregenden Phänomene der Gegenwart«, betonte der Kardinal am Mittwoch in seiner Grußbotschaft zum jüdischen Neujahrsfest. Antisemitismus sei ein Anschlag auf die moralischen Grundlagen des Zusammenlebens und die Menschenwürde.

aufgabe Der Erzbischof von München und Freising erklärte, es sei die Aufgabe aller, »die Stimme gegen Judenhass zu erheben«. Er zeigte sich bestürzt über antisemitische Vorfälle in Deutschland. »Wir mussten erleben, dass auf Demonstrationen judenfeindliche Parolen gegrölt, Anschläge auf Synagogen verübt und Juden angegriffen wurden.« Marx fügte hinzu: »Antisemitismus ist nicht nur ein Problem für die jüdische Gemeinschaft, er ist ein Problem für uns alle.«

Marx äußerte sich zudem besorgt über den Krieg in Israel und Gaza sowie über die Situation im Irak. Es schmerze ihn besonders, »dass Hass, Feindschaft und Terror sich in der Region austoben, in der die drei monotheistischen Religionen entstanden sind«, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz. In seinem Glückwunschschreiben an den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, wünschte Marx den Juden und ganz Israel Frieden für das neue Jahr. epd

Basseterre

Vor Genfer Gesprächen: Rubio erhöht Druck auf Teheran

Die Weigerung des iranischen Regimes, über sein Raketenarsenal zu sprechen, stelle ein »großes Problem« dar, so der US-Außenminister

 26.02.2026

Iran

Trump-Berater bevorzugen israelischen Erstschlag

Vertraute des US-Präsidenten machen sich bereits Gedanken, wie sie die Unterstützung der amerikanischen Bevölkerung für einen Angriff gewinnen könnten

 26.02.2026

Epstein-Akten

Neuvermessung eines Monsters

Die Dokumente sind wie ein großes Puzzle. Sie räumen mit vielen Legenden auf und zeigen, wer den Aufstieg des millionenschweren Investors und Sexualstraftäters förderte – und davon profitierte

von Lennart Pfahler  26.02.2026

Eckernförde

Deutschland erhält autonomes Spionage-U-Boot aus Israel

Der unbemannte »BlueWhale« wird von Israel Aerospace Industries (IAI) gemeinsam mit dem deutschen Schiffbaukonzern Thyssenkrupp hergestellt

 25.02.2026

Washington D.C.

Fehlende Epstein-Akten zu Trump? Demokraten wollen Antworten

Das US-Justizministerium betont: »Wir haben nichts gelöscht.« Doch laut Demokraten fehlen in den veröffentlichten Akten Dokumente, die Verstrickungen Trumps zeigen sollen

 25.02.2026

Gedenkstätten

Panse: Israelkritik in Buchenwald ist »geschichtsvergessen«

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse kritisiert geplante israelfeindliche Aktionen beim Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald scharf. Mit einer öffentlichen Diskussion will er auf Aufklärung setzen

 25.02.2026

Wiesbaden

Deutschlandweiter Schlag gegen Hass und Hetze im Netz

Hitlergruß, Hakenkreuze, Hetze: Polizisten gehen in allen 16 Bundesländern gegen mutmaßliche politische Kriminalität im Netz vor. Rund 140 Ermittlungsverfahren laufen. Was steht besonders im Fokus?

 25.02.2026

Epstein-Akten

Bill Gates räumt Affären mit russischen Frauen ein

Zugleich äußert der 70-jährige Philanthrop über seine Kontakte zu Jeffrey Epstein und spricht von einem schweren Fehler

 25.02.2026

Kiel

Daniel Günther will härtere Strafen bei antisemitischen Taten

»Wir bringen einen Beschlussvorschlag ein, mit dem die Länder Antisemitismus und Antiisraelismus in jeglicher Hinsicht klar verurteilen«, so der schleswig-holsteinische Ministerpräsident

 25.02.2026