Ukraine-Krieg

Der Oligarch als Vermittler?

Roman Abramovich Foto: picture alliance/dpa/POOL

Ukraine-Krieg

Der Oligarch als Vermittler?

Roman Abramowitsch war laut Medienbericht am Zustandekommen von ukrainisch-russischen Verhandlungen beteiligt

 01.03.2022 18:25 Uhr

Der russisch-jüdische Oligarch Roman Abramowitsch hatte einem Medienbericht zufolge Anteil am Zustandekommen der ukrainisch-russischen Verhandlungen, deren erste Runde am Montag nahe der belarussisch-ukrainischen Grenzen stattfand. Er sei in Belarus vor Ort gewesen, um die Gespräche zu begleiten, heißt es in dem Bericht.

Abramowitsch sei von der ukrainischen Seite gebeten worden, beim Zustandekommen der Gespräche behilflich zu sein. Der Oligarch, der unter anderem auch israelischer Staatsbürger ist, gilt als Putin-nah.

Am Samstagabend wurde bekannt, dass Abramowtisch die Verwaltung des englischen Champions-League-Siegers FC Chelsea an die Treuhänder der wohltätigen Stiftung des Fußball-Clubs abgegeben hat. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine war er zunehmend in die Kritik geraten.

Der ukrainisch-russische Regisseur und Produzent Oleksandr Rodnjanskyj, dem Nähe zu Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj nachgesagt wird, sagte unterdessen der »Jerusalem Post«, er und weitere russische Juden seien von der ukrainischen Regierung um Vermittlung im derzeitigen Krieg gebeten worden. Daraufhin habe er Abramowitsch kontaktiert. ja

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 29.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Nahost

So versuchen die USA und Iran vor dem Deal, Fakten zu schaffen

Am Dienstag sollen sich Vertreter beider Länder zu Verhandlungen treffen. Bis dahin versuchen beide Seiten, ihre Position zu stärken

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  28.06.2026 Aktualisiert

New York

Hamas-Unterstützerin Aber Kawas gewinnt Vorwahlen in New York

Die palästinensisch-amerikanische Demokratin machte den Nahost-Konflikt und soziale Fragen zum Kernthema ihres Wahlkampfes

von Imanuel Marcus  28.06.2026

Meinung

Der Kahlschlag der Familienministerin

Der angekündigte Umbau des Bundesprogramms »Demokratie leben!« lässt Engagierte im Regen stehen. Die Folgen für Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention werden fatal sein

von Victoria Gulde  27.06.2026

Nahost

Amerikas Rückzug

Die USA lassen Israel fallen und versuchen plötzlich, den Iran zu bestechen. Eine gefährliche Situation für den Judenstaat – aber auch eine Chance, sich neu zu erfinden

von Rafael Seligmann  27.06.2026