»Demokratie leben«

Projektfinanzierung bis 2023

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Foto: imago images/Christian Thiel

Das Anti-Extremismus-Programm »Demokratie leben« soll bis 2023 auf gleichem Finanzniveau wie bislang ausgestattet werden. Bei der Vorstellung des Neun-Punkte-Programms gegen Rechtsextremismus der Bundesregierung sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Mittwoch in Berlin, dass sie eine entsprechende Vereinbarung mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) getroffen habe. Demnach soll es bis 2023 pro Jahr mindestens 115,5 Millionen Euro geben, gegebenenfalls auch mehr.

Scholz und Giffey hatten das Programm für 2020 erst kürzlich auf diese Summe wieder aufgestockt, nachdem zunächst acht Millionen Euro weniger vorgesehen waren. Über »Demokratie leben« fördert das Ministerium Projekte für Demokratie und gegen politischen Extremismus ebenso wie gegen Judenhass, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie.

Ein Demokratie-Fördergesetz, wie es Giffey wiederholt gefordert hatte, ist nicht im Paket der Bundesregierung enthalten, scheint aber auch noch nicht vom Tisch. »Demokratie leben« fördert bislang befristet Modellprojekte, eine dauerhafte Finanzierung ist nicht möglich. Giffey will eine rechtliche Grundlage, um etablierte Projekte dauerhaft zu unterstützen. Die Union war bislang dagegen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, man wolle die kommenden Wochen nutzen, um darüber zu diskutieren, wo noch rechtlicher Änderungsbedarf bestehe. Im Moment sei dies noch »stark in Diskussion«, sagte Giffey.  epd/ja

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Nahost

Medien: Bombenanschlag in Teheran

In der iranischen Hauptstadt ereignet sich Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Anschlag. Zwei Explosionen verletzen drei Menschen

 15.04.2026

Irland

Dublins Bürgermeister entschuldigt sich nach Streit um Herzog Park

Ist die Auseinandersetzung um das nach dem früheren Präsidenten Chaim Herzog benannte Areal damit beendet?

 15.04.2026

Washington D.C.

Trump sieht Krieg mit Iran kurz vor dem Ende

Erneut wirken die Aussagen des amerikanischen Präsidenten widersprüchlich. »Wir sind noch nicht fertig«, sagt er gegenüber dem Kanal »Fox Business«

 15.04.2026

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Jom Haschoa

»Die Bedrohung ist nicht mehr abstrakt«

Israelischer Botschafter Ron Prosor fordert bei einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen entschlossenes Handeln und den Schutz jüdischen Lebens

 14.04.2026

Düsseldorf

Studentenparlament fordert Boykott israelischer Hochschulen

Der Antrag stammt aus dem Umfeld der antisemitischen BDS-Kampagne. Jüdische Studenten und andere Demokraten üben heftige Kritik an dem Entschluss

 14.04.2026

Rom

Italien setzt Verteidigungsvereinbarung mit Israel aus

Italien unter Ministerpräsidentin Meloni gilt als enger Verbündeter Israels. Nun setzt ihre Regierung eine Vereinbarung mit dem jüdischen Staat aus. Konkrete Auswirkungen hat dies aber wohl nicht

 14.04.2026